Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Bruno Vogel: Nirgendwo daheim

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Bruno Vogel in seiner Wahlheimat Kentish Town (London), 1976.

Am 26. April 2017 widmet das Leipziger Antiquariat einem zu Unrecht fast vergessenen Autor eine Lesung. Der Leipziger Schriftsteller Bruno Vogel (1898–1987) hat sich vor allem mit seinen beiden Büchern Es lebe der Krieg! (1925) und Alf (1929) einen prominenten Platz in der Geschichte der deutschsprachigen Literatur erworben: als Antikriegsschriftsteller und Vertreter einer Literatur, in der wie selbstverständlich der positive Wert homosexueller Empfindungen ausgedrückt wird. Für seine Zeit progressiv und kontrovers, geliebt und gehasst, ist Bruno Vogel heute ein nahezu Unbekannter.

Bruno Vogels Biograf Raimund Wolfert und die Buchwissenschaftlerin Ingrid Sonntag bieten in Lesung und Gespräch Einblicke in das Leben einer faszinierenden Schriftstellerpersönlichkeit. Sie begleiten einen pazifistischen, emanzipatorischen und antirassistischen Schriftsteller aus Leipzig über das Berlin der „Goldenen Zwanziger“, Wien, Tromsø und das Südafrika der Apartheid-Zeit bis nach London.

Lesung und Gespräch zur Biografie Bruno Vogels und zu seinem Werk.
Mit Raimund Wolfert (Berlin), Moderation Ingrid Sonntag (Leipzig).

Literatur

  • Raimund Wolfert: Nirgendwo daheim. Das bewegte Leben des Bruno Vogel
    Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2012
  • Raimund Wolfert: Vom Krieg gezeichnet. Bruno Vogels unermüdlicher Kampf gegen Unterdrückung und Unrecht
    In: Gegner (2013)32, S. 34–39
  • Bruno Vogel: Alf. Eine Skizze und ausgewählte Kurzprosa. Hrsg. von Raimund Wolfert
    Hamburg: Männerschwarm (Bibliothek rosa Winkel 59) 2011
  • Raimund Wolfert: Get to Know Bruno Vogel
    In: The Gay and Lesbian Review Worldwide 17(2010)1, S. 29–31
  • Raimund Wolfert: 'La vie continue' heißt die Umschreibung unserer Niederlage. Das leidvolle Leben des Bruno Vogel
    In: Lambda Nachrichten 31(2009)3, S. 30–33