Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

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Mohrenstr. 63 © Beek100 Quelle

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Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. wurde 1982 in (West-) Berlin gegründet, um das wissenschaftliche und kulturelle Erbe Magnus Hirschfelds (1868–1935) und seines Instituts für Sexualwissenschaft (1919–1933) zu erforschen und zu bewahren. Seit 1992 betreibt die Gesellschaft die Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft .

Aktuelle Nachrichten und Veranstaltungshinweise:

Einladung zur Verlegung von vier Stolpersteinen

Berlin – 22. März 2017, 10:05 Uhr

| Ein Stolperstein, wie ihn auch Alice Carlé und ihre Angehörigen bekommen sollen. Foto: R. Wolfert.

Am 22. März 2017 verlegt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Schwulen Museum* und dem Lesbenarchiv Spinnboden vier Stolpersteine. Geehrt werden sollen auf diese Weise Alice Carlé (1902–1943), ihre Schwester Charlotte (1901–1943) und ihre Eltern Nathan Moritz (1872–1942) und Margarete Carlé (1871–1943). Alice Carlé war ab etwa 1938 mit der lesbischen Journalistin Eva Siewert (1907–1994) liiert, die ihrer Freundin in der unmittelbaren Nachkriegszeit in mindestens zwei Erzählungen ein berührendes Denkmal gesetzt hat.

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NS-Terror gegen Homosexuelle

Berlin – 25. April 2017, 19:00 Uhr

In der letzten Ausgabe der Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft (Nr. 55/56) haben wir einen Aufsatz von Lutz van Dijk aus Kapstadt über das Gedenken an Homosexuelle in der staatlich-polnischen Gedenkstätte Auschwitz veröffentlicht. Am 25. April 2017 kommt Lutz van Dijk nun auch nach Berlin, um einen Vortrag zu dem Thema zu halten. Der Titel der Veranstaltung lautet „NS-Terror gegen Homosexuelle. Forschungskontroversen und erinnerungspolitische Positionen“. Neben Lutz van Dijk wird an diesem Abend auch Prof. Dr. Michael Schwartz vom Münchner Institut für Zeitgeschichte sprechen.

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30. Symposion zur Geschichte der Psychoanalyse

Berlin – 4. März 2017, 9.00 Uhr

Arthur Kronfeld | Arthur Kronfeld im Institut für Sexualwissenschaft (1919)

Dem früheren Institutspsychiater Arthur Kronfeld (1886-1941) ist ein Vortrag von Rainer Herrn, Andreas Seeck und Yazan Abu Ghazal auf dem 30. Symposion zur Geschichte der Psychoanalyse gewidmet.

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Friedhofsplan Weißensee: Auf den Spuren Magnus Hirschfelds

| Planansicht (Vorderseite)

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft hat einen Faltplan über den Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee erstellt, auf dem neun Gräber von Familienangehörigen und Wegbegleitern Magnus Hirschfelds dokumentiert sind. Unter den hier Beigesetzten sind Magnus Hirschfelds Schwester, die Schriftstellerin Franziska Mann, Iwan Bloch, Johannes Holzmann und Max Tischler, die jeweils mit kurzen biografischen Skizzen vorgestellt werden.

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Forschungsergebnisse zur Homosexuellenverfolgung in Rheinland-Pfalz nach 1945

Titelseite | Titelseite des Forschungsberichts

Am 23. Januar 2017 stellte das rheinland-pfälzische Familienministerium in Mainz die Ergebnisse einer umfassenden Studie zur Aufarbeitung der Verfolgungs- und Repressionsgeschichte von Schwulen und Lesben im Rheinland-Pfalz der Nachkriegszeit vor, wie es sie bislang in einem Flächenland nicht gegeben hat. Die Studie wurde vom Institut für Zeitgeschichte München – Berlin in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld durchgeführt und von den Historiker_innen Dr. Kirsten Plötz und Dr. Günter Grau erstellt.

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Mitteilungen 55/56 – Dezember 2016

Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

Die neueste Ausgabe der Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft ist mal wieder eine Doppelnummer: Das Heft 55/56 enthält unter anderem einen Artikel über den Rechtsanwalt Hans Holbein (1864–1929) aus Apolda und seine Holbein-Stiftung, ein Lebensbild des letzten Schülers von Magnus Hirschfeld, den Niederländer Max Reiss (1909–2000), sowie einen Bericht Lutz van Dijks über seine Reise zur Gedenkstätte Auschwitz in diesem Sommer. In weiteren Artikeln geht es um verschiedene Aktionen und Protagonisten der deutschsprachigen „Homophilenbewegung“ im norddeutschen Raum und in Österreich.

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Rainer Herrn: Das 3. Geschlecht

1910 „erfand“ Magnus Hirschfeld „die Transvestiten“ mit seiner umfangreichen Studie über den „erotischen Verkleidungstrieb“. Zwanzig Jahre später erschien im Verlag von Friedrich Radszuweit die erste Zeitschrift für Transvestiten unter dem (etwas verwirrenden) Titel Das 3. Geschlecht (Die Transvestiten).

Die insgesamt fünf zwischen 1930 und 1932 erschienenen Hefte werden hier als Reprint vorgelegt; sie enthalten autobiografische Fragmente, fiktionale Texte und Diskussionsbeiträge zum Selbstverständnis der Transvestiten sowie einige professionelle und zahlreiche Privatfotos.

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Aus dem alten Institutsbestand

| Carl Heinrich Stratz: Die Frauenkleidung (Cover, 1903)

Am 12. September besuchte Thomas Jende unsere Büroräume und schenkte uns ein Buch aus dem Bestand des Instituts für Sexualwissenschaft. Es handelt sich um die Studie Die Frauenkleidung und ihre natürliche Entwicklung des in Odessa geborenen deutschen Gynäkologen Carl Heinrich Stratz (1858–1924) von 1904 (dritte, völlig umgearbeitete Auflage). Herr Jende hatte das Buch kurz zuvor in einem Schöneberger Antiquariat gekauft und erst zu Hause festgestellt, dass es mehrere Stempel des Instituts für Sexualwissenschaft enthielt.

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Dinge, die wir suchen

Umschlag | Umschlag Vita Homosexualis

Bei der Plünderung des Instituts für Sexualwissenschaft gingen Bibliothek, Archiv und Sammlungen verloren – allerdings nicht komplett. Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft bemüht sich darum, die in alle Welt verstreuten Bücher und Sammlungsgegenstände zu identifizieren und – wenn möglich – nach Berlin zurückzubringen. Hier stellen wir einige Bücher und Objekte vor, die wir aktuell suchen – und geben ein paar Beispiele von wiedergefundenen Exemplaren.

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Aus gegebenem Anlass: Zustellprobleme der Deutschen Post

Firmenschild | Es steht groß und deutlich an der Hauswand, wo wir zu finden sind

Die Deutsche Post hält uns seit einiger Zeit für “unbekannt verzogen”. Das ist aber schlicht Unfug. Wir haben uns schon mehrfach über die fehlerhafte oder gar nicht erfolgte Zustellung unserer Post beschwert, leider erfolglos.

Anscheinend beschäftigt die Deutsche Post Mitarbeiter_innen, die des Lesens nicht kundig sind und deshalb zwischen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft (e.V.) und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld nicht unterscheiden können. Die Stiftung – bis Anfang 2015 im gleichen Gebäude untergebracht – ist umgezogen, wenn auch nur ans andere Ende der Mohrenstraße. Seit der Nachsendeauftrag der Stiftung ausgelaufen ist, behandeln die Zusteller der Deutschen Post immer wieder auch Sendungen an die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft als unzustellbar, weil wir angeblich “unbekannt verzogen” seien. Das sind wir aber mitnichten.

Wenn Sie uns also etwas mit der Post schicken wollen, dann markieren Sie bitte Magnus-Hirschfeld- Gesellschaft besonders deutlich, und schreiben Sie vielleicht zusätzlich auf den Umschlag neben die Adresse Mohrenstr. 63, 10117 Berlin: Bitte genau dort zustellen! Wir werden weiter versuchen, die Deutsche Post von unserer Existenz zu überzeugen.

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"Through Science to Justice": Magnus Hirschfeld and Germany's LGBT Rights Movement

Institutsgebaeude

Documentary for National History Day 2015 with the theme of “Leadership and Legacy”. This short clip (10 min) gives a good first impression of Hirschfeld’s live and work and of his impact on the LGBTIQ* movement.

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Digitalisate

Cover Das Dritte Geschlecht

Im Internet sind zunehmend Werke Magnus Hirschfelds aus digitalisierten Bibliotheksbeständen frei zugänglich. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit weisen wir nachstehend auf derartige Bestände hin.

Wir danken Erwin In het Panhuis für die Überlassung der Datensätze aus seiner Bibliographie. Aktuell sind solche Digitalisate international auch über die Datenbank des KVK – Karlsruher Virtueller Katalog auffindbar.

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Fünf Briefe von Magnus Hirschfeld an Grete Meisel-Hess

Hirschfeld an Meisel-Hess, 2.12.1914 - Vortragseinladung

Mit Hilfe freundlicher Sponsorinnen und Sponsoren konnte die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft kürzlich fünf Briefe von Magnus Hirschfeld an die Schriftstellerin Grete Meisel-Hess (1879–1922) erwerben.

Die Schriftstellerin Grete Meisel-Hess lebte seit 1908 in Berlin. Die Briefe stammen aus der Zeit zwischen 1914 und 1919, der erste handschriftlich verfasst, die anderen maschinenschriftlich mit einem persönlichen Gruß und Unterschrift. Es geht um Verabredungen zu Gesprächen und persönlicher Beratung, eine Vortragseinladung, den Austausch über ein Manuskript, und im letzten Schreiben bittet Hirschfeld um ein größeres Portraitfoto der Autorin mit einer Widmung, das er in den Bibliotheksräumen des neuen Instituts für Sexualwissenschaft aufhängen möchte.

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