Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

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Mohrenstr. 63 © Beek100 Quelle

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Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Stöbern und hoffen, dass Ihnen die neue Gestaltung unseres Internetauftritts gefällt. Manche Seiten sind noch nicht komplett – bitte haben Sie etwas Geduld. Wenn Sie Fehler finden oder Dinge vermissen, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail zu schicken.

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. wurde 1982 in (West-) Berlin gegründet, um das wissenschaftliche und kulturelle Erbe Magnus Hirschfelds (1868–1935) und seines Instituts für Sexualwissenschaft (1919–1933) zu erforschen und zu bewahren. Seit 1992 betreibt die Gesellschaft die Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft .

Aktuelle Nachrichten und Veranstaltungshinweise:

Friedhofsplan Weißensee: Auf den Spuren Magnus Hirschfelds

| Planansicht (Vorderseite)

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft hat einen Faltplan über den Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee erstellt, auf dem neun Gräber von Familienangehörigen und Wegbegleitern Magnus Hirschfelds dokumentiert sind. Unter den hier Beigesetzten sind Magnus Hirschfelds Schwester, die Schriftstellerin Franziska Mann, Iwan Bloch, Johannes Holzmann und Max Tischler, die jeweils mit kurzen biografischen Skizzen vorgestellt werden.

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Im Gedenken an Alice Carlé und ihre Angehörigen

Berlin – Donnerstag, 9. Februar 2017, 19:00 Uhr

| Ein Stolperstein (Foto: R. Wolfert, 2017)

Am 9. Februar 2017 richtet die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zusammen mit dem Schwulen Museum* und dem Lesbenarchiv Spinnboden einen Benefiz-Abend aus. Die Veranstaltung findet im Vorfeld der Verlegung von vier Stolpersteinen für Alice Carlé, ihre Schwester Charlotte und ihre Eltern Nathan Moritz und Margarete Carlé im März 2017 statt. Nach einer Begrüßung durch Katja Koblitz im Namen des Schwulen Museums* wird Raimund Wolfert über die Wege der Forschung zur Familie Carlé sprechen. Im Anschluss liest die Schauspielerin Sigrid Grajek zwei Erzählungen der lesbischen Journalistin Eva Siewert (1907–1994), in denen Siewert sich dem Schicksal ihrer Freundin Alice Carlé gewidmet hat.

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Mitteilungen 55/56 – Dezember 2016

Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

Die neueste Ausgabe der Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft ist mal wieder eine Doppelnummer: Das Heft 55/56 enthält unter anderem einen Artikel über den Rechtsanwalt Hans Holbein (1864–1929) aus Apolda und seine Holbein-Stiftung, ein Lebensbild des letzten Schülers von Magnus Hirschfeld, den Niederländer Max Reiss (1909–2000), sowie einen Bericht Lutz van Dijks über seine Reise zur Gedenkstätte Auschwitz in diesem Sommer. In weiteren Artikeln geht es um verschiedene Aktionen und Protagonisten der deutschsprachigen „Homophilenbewegung“ im norddeutschen Raum und in Österreich.

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Stolpersteine – Gedenken und Soziale Skulptur

Berlin – 14. November 2016 bis 31. Januar 2017

start | Der Stolperstein für Karl Giese in der Ausstellung der Koordinierungsstelle Stolpersteine (Foto: R. Wolfert)

Seit dem 14. November 2016 ist im Foyer des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors die Wanderausstellung „Stolpersteine – Gedenken und Soziale Skulptur“ zu sehen. In die Ausstellung, die von der Berliner Koordinierungsstelle Stolpersteine erarbeitet wurde, ist auch der Anfang 2016 von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft verlegte Gedenkstein für Karl Giese eingegangen. Er ist hier einer von vier Stolpersteinen, die an Menschen erinnern, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.

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Stolperstein für Dr. Felix Abraham

Berlin – Samstag, 12. November 2016

| Der Stolperstein für Felix Abraham (Foto: Raimund Wolfert, 2016).

Am 12. November 2016 wurde vor dem Haus Gritznerstraße 78 in Berlin-Steglitz ein Stolperstein für Dr. Felix Abraham (1901–1937) verlegt. Abraham kam Ende der 1920er Jahre als letzter der noch von Magnus Hirschfeld persönlich berufenen Ärzte an das Institut für Sexualwissenschaft. Hier machte er sich vor allem durch die Beratung von Transvestiten und Transsexuellen einen Namen.

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Rainer Herrn: Das 3. Geschlecht

1910 „erfand“ Magnus Hirschfeld „die Transvestiten“ mit seiner umfangreichen Studie über den „erotischen Verkleidungstrieb“. Zwanzig Jahre später erschien im Verlag von Friedrich Radszuweit die erste Zeitschrift für Transvestiten unter dem (etwas verwirrenden) Titel Das 3. Geschlecht (Die Transvestiten).

Die insgesamt fünf zwischen 1930 und 1932 erschienenen Hefte werden hier als Reprint vorgelegt; sie enthalten autobiografische Fragmente, fiktionale Texte und Diskussionsbeiträge zum Selbstverständnis der Transvestiten sowie einige professionelle und zahlreiche Privatfotos.

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Magnus Hirschfeld – Wandbild in Breslau (Wrocław)

Breslau (Wrocław) – 8. Oktober 2016

Wandbild | Dariusz Paczkowski: Dr. Magnus Hirschfeld (1868–1935)

Am 8. Oktober 2016 hat der polnische Street-Art-Künstler Dariusz Paczkowski ein Wandbild Magnus Hirschfelds im öffentlichen Stadtraum von Breslau (Wrocław) erstellt. Wie bekannt, hat Hirschfeld 1887 in Breslau studiert. Leider ist aber bislang unbekannt, wo er damals wohnte. Dariusz Paczkowskis Wandbild ist heute in einer Passage zum Teatr Polski (Scena Kameralna) an der ul. Świdnicka 28 zu sehen.

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Aus dem alten Institutsbestand

| Carl Heinrich Stratz: Die Frauenkleidung (Cover, 1903)

Am 12. September besuchte Thomas Jende unsere Büroräume und schenkte uns ein Buch aus dem Bestand des Instituts für Sexualwissenschaft. Es handelt sich um die Studie Die Frauenkleidung und ihre natürliche Entwicklung des in Odessa geborenen deutschen Gynäkologen Carl Heinrich Stratz (1858–1924) von 1904 (dritte, völlig umgearbeitete Auflage). Herr Jende hatte das Buch kurz zuvor in einem Schöneberger Antiquariat gekauft und erst zu Hause festgestellt, dass es mehrere Stempel des Instituts für Sexualwissenschaft enthielt.

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If you are going to San Francisco ...

San Francisco – August 19, 2016 to January, 2017

A portion of the Main Gallery at the GLBT History Museum

Through Knowledge to Justice: The Sexual World of Dr. Magnus Hirschfeld (1868–1935). A historical exhibition

This year marks the 85th anniversary of Dr. Magnus Hirsch­feld’s visit to San Francisco. Hirschfeld was a pio­neer­ing advocate for homosexual and transgender peo­ple, a physician and a prolific author renowned for his work on sexual and gender diversity. During his 1930–1931 tour of the United States, the Hearst news­paper chain dubbed him “the Einstein of Sex.”

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Neuzugang

| Heike Bernhardt überreicht das Buch Sigmund Freuds an Raimund Wolfert. Foto: James Worner, 2016.

Ende Mai 2016 hat uns Heike Bernhardt mit einem Buch beschenkt. Es handelt sich um die Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie von Sigmund Freud (4. Auflage, 1920). Dr. Heike Bernhardt – Ärztin, Psychotherapeutin und Autorin von Schriften unter anderem zur Geschichte der Psychiatrie im Nationalsozialismus – hatte das Buch Ende der 1990er Jahre von Prof. Alfred Katzenstein (1915–2000) geschenkt bekommen. Der wiederum hatte es zwanzig Jahre zuvor in einem Antiquariat in Prag gekauft.

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Dinge, die wir suchen

Umschlag | Umschlag Vita Homosexualis

Bei der Plünderung des Instituts für Sexualwissenschaft gingen Bibliothek, Archiv und Sammlungen verloren – allerdings nicht komplett. Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft bemüht sich darum, die in alle Welt verstreuten Bücher und Sammlungsgegenstände zu identifizieren und – wenn möglich – nach Berlin zurückzubringen. Hier stellen wir einige Bücher und Objekte vor, die wir aktuell suchen – und geben ein paar Beispiele von wiedergefundenen Exemplaren.

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Ausstellung Trans Trans in Calgary, Alberta, Kanada

Calgary AB – Friday, May 27, 2016 to Friday, June 10, 2016

Ausstellungsbild | Ausstellungsbild

Trans Trans explores a network of individuals in Germany and the United States from the turn of the twentieth century into the 1950s who profoundly shaped transgender histories and identities. Exchanging letters and photographs among themselves, these individuals created new communities in private, but they also sought to educate doctors and the public by submitting their photographs and stories for publication in medical journals and popular magazines. The exhibition retraces the connections between these private individuals, the medical and scientific authorities with whom they entered into dialogue, and the ways in which these dialogues became public or remained hidden away within archives.

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Ernst Haeckels Anthropogenie

Cover | E. Haeckels Anthropogenie

Auf einen Hinweis hin, den wir aus Schweden erhielten, konnte die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft kürzlich ein seit über 80 Jahren verschollenes Buch aus dem Originalbestand des Instituts für Sexualwissenschaft erwerben. Es handelt sich um den ersten Band der Anthropogenie Ernst Haeckels (6. Auflage, 1910). Auf der Innenseite des Buchdeckels trägt der Band den Stempel der Dr. Magnus Hirschfeld-Stiftung. Damit konnten wir unsere Sammlung von Schriften aus dem alten Institutsbestand um ein weiteres Exemplar ergänzen, so dass wir jetzt über genau 31 Originaltitel aus dem Besitz des Instituts für Sexualwissenschaft verfügen. Über den Hinweis aus Schweden haben wir uns sehr gefreut. Deshalb senden wir hier ein herzliches „Tack så mycket!“ nach Göteborg.

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Aus gegebenem Anlass: Zustellprobleme der Deutschen Post

Firmenschild | Es steht groß und deutlich an der Hauswand, wo wir zu finden sind

Die Deutsche Post hält uns seit einiger Zeit für “unbekannt verzogen”. Das ist aber schlicht Unfug. Wir haben uns schon mehrfach über die fehlerhafte oder gar nicht erfolgte Zustellung unserer Post beschwert, leider erfolglos.

Anscheinend beschäftigt die Deutsche Post Mitarbeiter_innen, die des Lesens nicht kundig sind und deshalb zwischen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft (e.V.) und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld nicht unterscheiden können. Die Stiftung – bis Anfang 2015 im gleichen Gebäude untergebracht – ist umgezogen, wenn auch nur ans andere Ende der Mohrenstraße. Seit der Nachsendeauftrag der Stiftung ausgelaufen ist, behandeln die Zusteller der Deutschen Post immer wieder auch Sendungen an die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft als unzustellbar, weil wir angeblich “unbekannt verzogen” seien. Das sind wir aber mitnichten.

Wenn Sie uns also etwas mit der Post schicken wollen, dann markieren Sie bitte Magnus-Hirschfeld- Gesellschaft besonders deutlich, und schreiben Sie vielleicht zusätzlich auf den Umschlag neben die Adresse Mohrenstr. 63, 10117 Berlin: Bitte genau dort zustellen! Wir werden weiter versuchen, die Deutsche Post von unserer Existenz zu überzeugen.

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"Through Science to Justice": Magnus Hirschfeld and Germany's LGBT Rights Movement

Institutsgebaeude

Documentary for National History Day 2015 with the theme of “Leadership and Legacy”. This short clip (10 min) gives a good first impression of Hirschfeld’s live and work and of his impact on the LGBTIQ* movement.

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Teil-Finanzierung der Forschungsstelle in den Haushaltsjahren 2016 und 2017 gesichert

Arbeitsplatz | In der Forschungsstelle (Foto: R. Wolfert)

Im kürzlich beschlossenen Doppelhaushalt des Landes Berlin für die Jahre 2016 und 2017 ist eine Aufstockung der Mittel für LSBTI-Projekte enthalten, die auch die Förderung der Arbeit der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zum Inhalt hat.

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Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung am Magnus-Hirschfeld-Ufer

Denkmal | Calla – Der zur Realisierung vorgeschlagene Entwurf

Die neunköpfige Jury des Denkmals für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung hat am 13. November 2015 den Siegerentwurf verkündet. Zur Auswahl standen fünf Entwürfe einer internationalen Arbeitsgruppe aus Kunst, Architektur und Design am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste. Der CALLA-Entwurf wird mit Mitteln der Lotto-Stiftung und Spenden in 2016 realisiert.

Aus der Begründung für die Auswahl: „Die CALLA-Lilie besitzt weibliche und männliche Blüten auf einer Pflanze. Somit ist sie ein Symbol für die Normalität der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt in der Natur.“

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Digitalisate

Cover Das Dritte Geschlecht

Im Internet sind zunehmend Werke Magnus Hirschfelds aus digitalisierten Bibliotheksbeständen frei zugänglich. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit weisen wir nachstehend auf derartige Bestände hin.

Wir danken Erwin In het Panhuis für die Überlassung der Datensätze aus seiner Bibliographie. Aktuell sind solche Digitalisate international auch über die Datenbank des KVK – Karlsruher Virtueller Katalog auffindbar.

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Fünf Briefe von Magnus Hirschfeld an Grete Meisel-Hess

Hirschfeld an Meisel-Hess, 2.12.1914 - Vortragseinladung

Mit Hilfe freundlicher Sponsorinnen und Sponsoren konnte die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft kürzlich fünf Briefe von Magnus Hirschfeld an die Schriftstellerin Grete Meisel-Hess (1879–1922) erwerben.

Die Schriftstellerin Grete Meisel-Hess lebte seit 1908 in Berlin. Die Briefe stammen aus der Zeit zwischen 1914 und 1919, der erste handschriftlich verfasst, die anderen maschinenschriftlich mit einem persönlichen Gruß und Unterschrift. Es geht um Verabredungen zu Gesprächen und persönlicher Beratung, eine Vortragseinladung, den Austausch über ein Manuskript, und im letzten Schreiben bittet Hirschfeld um ein größeres Portraitfoto der Autorin mit einer Widmung, das er in den Bibliotheksräumen des neuen Instituts für Sexualwissenschaft aufhängen möchte.

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