Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

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Räume der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft von außen

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft wurde 1982 in (West-) Berlin gegründet, um das wissenschaftliche und kulturelle Erbe des Sexualforschers Magnus Hirschfeld (1868–1935) und seines Instituts für Sexualwissenschaft (1919–1933) zu erforschen und zu bewahren. Seit 1992 betreibt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft die Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft. Unsere Bibliotheks- und Arbeitsräume befinden sich seit März 2022 in der Kluckstraße 38 in Berlin-Tiergarten.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Stöbern und hoffen, dass Ihnen die Gestaltung unseres Internetauftritts gefällt. Manche Seiten sind noch nicht komplett – bitte haben Sie etwas Geduld. Wenn Sie Fehler finden oder Dinge vermissen, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail zu schicken.

Aktuelle Nachrichten und Veranstaltungshinweise:

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld: Ausschreibung

Ab Januar 2023 sucht die befreundete Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH), also nicht die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft selbst, zwei studentische Hilfskräfte zunächst befristet bis Ende 2023 zur Unterstützung des Referates Medienarbeit und Veranstaltungsmanagement im Bereich Redaktion (Social Media, Pressearbeit). Eine Verlängerung ist bis zu zwei Jahren möglich.

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Toni Ebel 1881–1961, Malerin – eine Spurensuche

Berlin – 25. September 2022 bis 31. Januar 2023

| Toni Ebel, Selbstbildnis (1955). Copyright: Museum Utopie und Alltag, Beeskow. Foto: Thomas Kläber

Die Ausstellung Toni Ebel 1881–1961, Malerin – eine Spurensuche, veranstaltet von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Sonntags-Club e.V., präsentiert künstlerische Werke Ebels in fotografischen Reproduktionen.

Toni Ebel genoss in den 1950er Jahren einen gewissen Bekanntheitsgrad. Nach ihrem Tod wurde es still um sie, bis ihr Name 2001 in Gesprächen mit einer Zeitzeugin auftauchte und Recherchen zu ihrem Leben und Werk anstieß. Für die Ausstellung konnten knapp zwanzig Werke zusammengetragen werden, die zum Teil in Form von zeitgenössischen Schwarz-Weiß-Fotografien vorliegen, weil die Originale verschollen sind.

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Teilnachlass Rudolf Klimmer

Im Sommer 2022 hat die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft aus privater Hand einen Teilnachlass des Dresdner Arztes und Sexualforschers Rudolf Klimmer (1905–1977) übernommen. Klimmer spielte nicht nur in der DDR für die homosexuelle Emanzipationsbewegung eine bedeutende Rolle. Der Teilnachlass besteht aus einem Ringordner, zwölf Einschlagmappen und fünf Heftordnern, in denen sich vornehmlich Korrespondenzen Klimmers, Manuskripte und Rezensionen finden.

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Andrej Seuss: Der Vice-Malik

Für Magnus Hirschfeld war der Schriftsteller und Theaterkritiker Hans-Adalbert von Maltzahn (1894–1934) ein „liebreizender und liebevoller Mensch“. Als Maltzahn in seiner Wahlheimat Frankreich und nicht „in dem großen Konzentrationslager Deutschland“ starb, widmete Hirschfeld dem Freund, den er Mitte der 1910er Jahre kennen gelernt hatte, einen berührenden Nachruf. Else Lasker-Schüler (1869–1945) schrieb wenige Monate später in einem nicht weniger berührenden Brief: „Hans-Adalbert von Maltzahn is not more here – but im Himmel. Er war mir treu wie ein Bruder.“ Über Hans-Adalbert von Maltzahn hat Andrej Seuss jetzt eine profunde Biografie vorgelegt. Er entreißt damit den Weggefährten vieler Künstler und Intellektueller der Zwischenkriegszeit dem Vergessen und eröffnet ein neues und spannendes Kapitel der Exilforschung.

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Überraschungsfund: Aus dem Institut für Sexualwissenschaft

2021 hat die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft die Bibliothek des einstigen Frankfurter Instituts für Sexualwissenschaft (1973–2006) erworben. Zusätzlich haben wir aus dem Besitz von Volkmar Sigusch eine große Zahl weiterer Bücher zur Sexualwissenschaft, Medizin und Kulturgeschichte übernommen. Die meisten dieser Bücher sind älteren Datums, was sie für uns natürlich noch wertvoller und interessanter macht. Nach dem Umzug in unsere neuen Räume haben wir damit begonnen, diesen zweiten, ehedem privaten Buchbestand sukzessive in unsere Sammlung einzuarbeiten – und siehe da: Uns ist ein Buch in die Hände gefallen, das nicht nur den Stempel des Instituts für Sexualwissenschaft trägt, sondern auch einen handschriftlichen Eintrag Friedrich Hauptsteins.

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Richard Kühl: Der große Krieg der Triebe

Kein Krieg wurde sexualwissenschaftlich so intensiv erforscht wie der „Große Krieg” von 1914 bis 1918. Er fiel in eine Phase, als die „Entdeckung” des Unbewussten und die Begründung der Sexualwissenschaft als interdisziplinäres Fach erst wenige Jahre zurücklagen. Richard Kühl untersucht, wie die neuen Expert*innen im Kriegsraum ein regelrechtes Laboratorium der Triebe vorfanden und sich noch bis in die 1920er Jahre hinein mit den sozialen und kulturellen Kriegsfolgen kontrovers auseinandersetzten. Seine Analysen reichen bis in die Zeit um 1930, in der Sexolog*innen wie Magnus Hirschfeld in der „umkämpften Erinnerung” an die Materialschlachten auf eine Weise mitmischten, die das gesamte politische Spektrum beschäftigte.

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Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums München

München – 7. Oktober 2022 bis 21. Mai 2023

Die Ausstellung „TO BE SEEN. Queer lives 1900–1950“ widmet sich den Geschichten von LSBTIQ* in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit historischen Zeugnissen und künstlerischen Positionen von damals bis in die Gegenwart zeichnet die Ausstellung queere Lebensentwürfe und Netzwerke, Freiräume und Verfolgung nach.

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Digitalisiert: Paul Krisches Tagebücher

Aus dem Nachlass von Paul Krische (1878–1956) und Maria Krische (1880–1945), Sexualreformer*innen aus dem Umfeld Magnus Hirschfelds und des Instituts für Sexualwissenschaft, besitzt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zahlreiche Tage-, Jahres- und Erinnerungsbücher sowie andere Unterlagen, die wir 2013 posthum von Susanne Andrukowicz, einer Enkelin des Ehepaars Krische erhalten haben. Die von Paul Krische handschriftlich geführten Tagebücher umfassen die Jahre 1930 bis 1940, die Sammelalben stammen aus den Jahren 1915 bis 1953. Zusätzlich gehören Unterlagen zur Familiengeschichte und vier Kästen mit Fotografien zu dem Konvolut.

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Ausstellung zu Toni Ebel: Gespräch mit den Kuratoren

Berlin – 12. November 2022, 16:00 Uhr

| Toni Ebel (links) und ihre Freundin Charlotte Charlaque, 1933

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung Toni Ebel (1881–1961), Malerin – eine Spurensuche stellen sich die beiden Kuratoren Esra Paul Afken und Raimund Wolfert möglichen Fragen zum Leben der Berliner Malerin Toni Ebel sowie der ihr gewidmeten Ausstellung. Alle sind willkommen, sich bei Kaffee und Kuchen an der Gesprächsrunde zu beteiligen. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, bei Bedarf gibt es eine Flüsterübersetzung.

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Die Plünderung des Instituts für Sexualwissenschaft in der NS-Zeit

Das Deutsche Zentrum für Kulturgutverluste mit Sitz in Magdeburg hat der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. ein zweijähriges Forschungsprojekt bewilligt, das am 1. Oktober 2022 startet. Dr. Jens Dobler wird dieses Projekt durchführen. Das Vorhaben möchte den Ablauf der Enteignung und den zerstörten Bestand des ehemaligen Instituts für Sexualwissenschaft so detailliert wie möglich rekonstruieren. Als Ergebnis entsteht ein bebildeter Katalog der verlorenen Sammlung, der vor allem Museen, Sammlungen und Auktionshäusern zur Überprüfung der eigenen Bestände dienen soll.

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Magnus Hirschfeld: Sex Reform in the Age of Mechanical Reproduction

Cambridge – Thu, 27 October 2022, 17:00 – 18:30 BST

lgbtQ+@cam and CamLibQ+ are proud to welcome San Francisco-based queer public historian and book dealer Gerard Koskovich to share his work on Dr Magnus Hirschfeld (1868–1935) ahead of his publication on the subject.

An internationally renowned German physician and sexologist, Magnus Hirschfeld was not only a pioneering advocate for homosexual and transgender emancipation, but also a pioneer in the use of reproduced images to advance the work of sex reform.

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Vortrag von Andreas Pretzel: „Pfarrer Zahn und Maler Bethke – Wie ein Männerpaar im Pfarrhaus lebte“

Berlin – 11. Oktober 2022, 18:00 Uhr

Saxdorf, ein abgelegenes Dorf in Südbrandenburg, wurde in der DDR zur Kultur-Oase. Der Pfarrgarten Saxdorf ist ein Geheimtipp für Andersdenkende und Andersliebende. Sie erlebten hier eine Dreieinigkeit aus Kunst, Kultus und Gartenkultur: Seelsorge, irdische Freuden und die Ermunterung, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

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Joanna Ostrowska: Preisträgerin des polnischen Publikumspreises Nike

Warschau – 2. Oktober 2022

Am 2. Oktober 2022 fand in der Bibliothek der Universität Warschau die diesjährige Verleihung des renommierten polnischen Literaturpreises Nike statt. Mit dem Publikumspreis wurde die Historikerin Joanna Ostrowska für ihr Buch Oni. Homoseksualiści w czasie II wojny światowej („Sie. Homosexuelle zur Zeit des Zweiten Weltkriegs“) ausgezeichnet. Gratulujemy – Wir gratulieren!

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Hugo Marcus: Einer sucht den Freund

Mit Magnus Hirschfeld spazierte er durch den Tiergarten, mit Kurt Hiller war er über Jahrzehnte befreundet: der Schriftsteller Hugo „Hamid“ Marcus (1880–1966). Aus einer jüdischen Industriellenfamilie in Posen (heute Poznań, Polen) stammend, studierte Marcus in Berlin Philosophie, konvertierte Anfang der 1920er Jahre zum Islam und wirkte an der ersten Koran-Übersetzung ins Deutsche mit. Von den Nazis als Jude gestempelt, gelang ihm 1939 die Ausreise in die Schweiz, wo er unter dem Pseudonym „Hans Alienus“ nach 1945 mehrfach als Autor in der Zeitschrift Der Kreis vertreten war.

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Neu in unserer Sammlung: Briefe von Franziska Mann

Als Schriftstellerin und Frauenrechtlerin erfreute sich Franziska Mann (1859–1927), die zweitälteste Schwester Magnus Hirschfelds, zu ihren Lebzeiten einer gewissen Berühmtheit. Insbesondere ihre Erzählungen, in denen sie Aspekte der Kindheit behandelte, waren beim zeitgenössischen Publikum erfolgreich. Für Aufmerksamkeit sorgte ebenfalls eine Broschüre, die Franziska Mann zusammen mit Magnus Hirschfeld verfasste und die 1918 unter dem Titel Was jede Frau vom Wahlrecht wissen muß! erschien. Gleichwohl sind Franziska Manns Werke und ihr Lebensweg heute so gut wie vergessen.

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Aus der Bibliothek des Instituts für Sexualwissenschaft

Als wir am 1. Juli 2022 zusammen mit rund dreißig guten Freunden und Freundinnen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft die Eröffnung unserer neuen Büro-, Archiv- und Bibliotheksräume feierten, wurden wir reich beschenkt. Hans Hengelein, seit 1981 vielfältig in der Schwulenbewegung aktiv, ab 1992 Referent der Landesregierung in Niedersachsen für Schwule, HIV und AIDS sowie von 2015 bis zu seiner Berentung 2019 für den Bereich Queer zuständig, bedachte uns mit einem Exemplar des Bilderteils von Magnus Hirschfelds Geschlechtskunde (1930), das im Inneren mehrfach die Stempel des Instituts für Sexualwissenschaft aufweist. Hans Hengelein hatte das Buch in den 1980er Jahren im Antiquariat Düwal in der Berliner Schlüterstraße für 500 DM erworben.

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Buchpremiere Der Liebe und dem Leid

Berlin – 20. Juni 2022, 20:30 Uhr

Titel

Rainer Herrn präsentiert sein neues Buch Der Liebe und dem Leid im Buchladen Prinz Eisenherz in Berlin. Grußworte sprechen Daniel Baranowski (Bundesstiftung Magnus Hirschfeld) und Thomas Sparr (Suhrkamp Verlag). Moderation: Dagmar Wittmers.

In Der Liebe und dem Leid erzählt Rainer Herrn erstmals die wechselvolle Geschichte des Instituts für Sexualwissenschaft. Er stellt die Protagonisten vor, die es prägten, schildert die Kämpfe um die Abschaffung des „Homosexuellenparagraphen” 175, folgt den Schicksalen der Menschen, die im Institut Hilfe suchten, und lässt, wie nebenbei, den Geist der Weimarer Republik lebendig werden.

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Obleute des WhK – Gesamtverzeichnis

Im Wissenschaftlich-humanitären Komitee (WhK) gab es ab 1904 Bestrebungen, eine Art kollektives Führungsgremium zu bilden. Es erhielt zunächst die Bezeichnung „Obmännerkommission“ und bestand aus sieben Personen. Später wuchs die Zahl auf siebzig Mitglieder. Das Obmännerkollegium wählte den Vorstand des WhK, und gemäß den Statuten der Organisation sollten in ihm möglichst viele Bevölkerungs- und Berufsgruppen vertreten sein. Auf der nachfolgenden Namensliste finden sich dementsprechend nicht nur Ärzte und Rechtsanwälte, sondern auch Schriftsteller, Industrielle, Kaufleute, Ingenieure, Mechaniker und andere. Grundsätzlich währte die Obmannschaft im WhK fünf Jahre. Nach Ablauf dieser Zeit konnte sich jedes Mitglied der Wiederwahl stellen, und wer das Amt zehn Jahre bekleidet hatte, konnte zum Obmann auf Lebenszeit ernannt werden.

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You have never seen a dancer like Voo Doo

Titel | Buchtitel

Magnus Hirschfeld schrieb in seiner Studie Die Transvestiten (1910/12): „Der junge Transvestit Willi Pape, dessen Veranlagung durch einen Selbstmordversuch in Frauenkleidern bekannt wurde. Seine Eltern wurden vom Verfasser über seinen eigenartigen Zustand aufgeklärt und gestatteten ihm dann, zum Varieté zu gehen, wo er seitdem mit größtem Erfolg als Schlangentänzerin auftritt.“ Jens Dobler erzählt in seinem neuen Buch das unglaubliche Leben von Willy Pape alias Voo Doo und unternimmt damit zugleich einen Streifzug durch die große Zeit der europäischen Varietékultur.

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Mitteilungen 68 – März 2022

Die neue Ausgabe der Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft ist erschienen und lädt zur Lektüre ein. Das Heft enthält Artikel von Autoren und Autorinnen wie Georg Bornemann, Oranna Dimmig, Richard Kühl und Raimund Wolfert und würdigt in Einzelbeiträgen etwa den Sexualwissenschaftler Ernst Burchard, den Aktivisten Carl Friedrich Müller-Palleske, den Rechtsanwalt Walter Bahn und die Schriftstellerin und Radiosprecherin Eva Siewert – letztere gleich in zwei Artikeln. So berichtet Oranna Dimmig in dem einen über den erstaunlichen Inhalt eines Koffers, den sie 1995 erwarb, ohne im Einzelnen zu ahnen, was ihr da zufiel; in dem anderen schildert der Czernowitzer Schriftsteller Franz Porubsky, wie er eines Abends im Jahr 1933 zufällig die „Luxemburger Nachtigall“ Eva Siewert für sich entdeckte und einen Briefwechsel mit ihr eröffnete.

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Museum Ex Machina in Leipzig

Leipzig – seit 28. März 2022: Dienstag–Sonntag, Feiertage 10–18 Uhr

Im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig können die Gäste per Augmented-Reality-App fortan auf unerzählte Geschichte(n) etwa über den pazifistischen Autor und Homosexuellenaktivisten Bruno Vogel (1898–1987), die Literaturwissenschaftlerin Trude Richter oder die sozialdemokratische Unternehmerin Julie Bebel treffen. Gemeinsam mit der Schaubühne Lindenfels Leipzig hat das Museum eine digitale Anwendung für die Ausstellung „Moderne Zeiten“ im Alten Rathaus geschaffen, die Leipziger Stadtgeschichte auf künstlerische und theatrale Weise vermittelt.

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Queer Jewish Lives Between Central Europe and Mandatory Palestine

Als queere jüdische Menschen in der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts von Mitteleuropa in den Nahen Osten migrierten, trugen sie zur Schaffung einer neuen queeren Kultur und Gemeinschaft in Palästina bei. Dieser Band in englischer Sprache bietet die erste Sammlung von Studien über queeres jüdisches Leben zwischen Mitteleuropa und dem Mandatsgebiet Palästina. Während der erste Teil des Buches queere Geografien vorstellt, darunter Deutschland, Österreich, Polen und Palästina, werden im zweiten Teil queere Biografien zwischen Europa und Palästina vorgestellt, unter ihnen der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868–1935), der Schriftsteller Hugo Marcus (1880–1966) und die Künstlerin Annie Neumann (1906–1955).

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Raimund Wolfert: Charlotte Charlaque

Der Lebensweg der Deutsch-Amerikanerin Charlotte Charlaque (1892–1963) führt gleich mehrmals über den Atlantik – von Mährisch Schönberg über Berlin, San Francisco und Prag nach New York. Als Jüdin verließ Charlaque 1934 das nationalsozialistische Deutschland. Acht Jahre später gelang ihr der lebensrettende „Sprung“ in die USA. In New York wurde sie als ungekrönte Königin der Uferpromenade von Brooklyn Heights eine schillernde Berühmtheit. Sie nannte sich jetzt gern Charlotte von Curtius. Was aber nicht einmal ihre engsten Freunde wussten: Ihr neuer Nachname war eine Anspielung auf ihren alten Geburtsnamen. Denn als Charlotte Charlaque geboren wurde, gingen ihre Eltern davon aus, dass sie ein Junge sei, und gaben ihr den Namen Curt …

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Monatsberichte des WhK 1902–1908

Die Monatsberichte des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (Charlottenburg–Berlin) sind eine reichhaltige Quelle zur Frühgeschichte der homosexuellen Emanzipationsbewegung nicht nur im deutschsprachigen Raum. Die einzelnen Monatsberichte sind jedoch bislang nur schwer zugänglich gewesen, in kaum einer öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliothek dürften sie vollständig erhalten sein. Auch weisen sie kein Inhalts-, Namens- oder Ortsverzeichnis auf. Die gezielte Recherche in den Ausgaben war deshalb von jeher aufwendig. Aus diesem Grund hat sich die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft entschieden, das gebundene Exemplar der Monatsberichte 1904–1908, das wir in unserer Sammlung haben, zu digitalisieren und interessierten Leser_innen und Forscher_innen zur Verfügung zu stellen.

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Magnus Hirschfeld – Pionier der Sexualforschung

Magnus Hirschfeld

Magnus Hirschfeld eröffnete 1919 das Institut für Sexualwissenschaft in Berlin, dem damaligen Zentrum homosexuellen Lebens. 1933 wurde das Institut von Nationalsozialisten geplündert. Ihnen war Hirschfeld dreimal verhasst: als Sozialist, Jude und Homosexueller. 1935 starb Hirschfeld an seinem 65. Geburtstag in Nizza. Hirschfeld-Zitate wie „Die Begriffe übernatürlich, unnatürlich und widernatürlich sind Zeichen mangelnder Naturerkenntnis“ oder „Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit“ haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren.

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Friedhofsplan Weißensee: Auf den Spuren Magnus Hirschfelds (2. Auflage)

Unser Faltplan über den Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee aus dem Jahr 2016 war ein großer Erfolg. Nachdem die Erstauflage vergriffen war, haben wir uns entschlossen, den Plan in einer zweiten Auflage wieder zugänglich zu machen. Der Plan dokumentiert neun Gräber von Familienangehörigen und Wegbegleitern Magnus Hirschfelds. Unter den hier Beigesetzten sind Magnus Hirschfelds Schwester, die Schriftstellerin Franziska Mann, Iwan Bloch, Johannes Holzmann und Max Tischler, die jeweils mit kurzen biografischen Skizzen vorgestellt werden.

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Magnus Hirschfelds Exil-Gästebuch 1933–1935

Buchumschlag Gästebuch

Der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868–1935) führte während seines Exils in Frankreich zwischen 1933 und 1935 ein „Gästebuch“, in das sich nicht nur seine zahlreichen Besucherinnen und Besucher eintrugen. Er nahm dieses Buch auch gelegentlich mit auf Reisen, wenn er selbst privater Gast war oder an Veranstaltungen teilnahm. Das Gästebuch versammelt Einträge von Freundinnen und Freunden wie von flüchtigen Bekannten; prominente Namen stehen neben uns völlig unbekannten.

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Dinge, die wir suchen – und solche, die wir gefunden haben

Bei der Plünderung des Instituts für Sexualwissenschaft gingen 1933 Bibliothek, Archiv und Sammlungen verloren – allerdings nicht komplett. Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft bemüht sich darum, die in alle Welt verstreuten Bücher und Sammlungsgegenstände zu identifizieren und – wenn möglich – nach Berlin zurückzubringen. Hier stellen wir einige Bücher und Objekte vor, die wir aktuell suchen – und geben ein paar Beispiele von wiedergefundenen Exemplaren bzw. von Büchern, die wir erworben oder die uns geschenkt wurden und seitdem unsere Sammlung bereichern.

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Digitalisate

Im Internet sind zunehmend Werke von und über Magnus Hirschfeld aus digitalisierten Bibliotheksbeständen frei zugänglich. Erfreulicherweise wächst die Zahl der Digitalisate ständig. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit weisen wir nachstehend auf derartige Bestände hin. Gleichzeitig bitten wir um Ihre Mithilfe. Über Hinweise auf Digitalisate, die wir hier noch nicht erfasst haben bzw. die uns noch nicht zur Kenntnis gelangt sind, würden wir uns sehr freuen.

Wir danken Erwin In het Panhuis für die Überlassung der Datensätze aus seiner Bibliographie. Aktuell sind solche Digitalisate auch über die Datenbank des KVK – Karlsruher Virtueller Katalog auffindbar.

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Veranstaltungen und Einladungen

Auf dieser Seite finden Sie Veranstaltungen und Einladungen im Namen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft. Veranstaltungen anderer Organisationen finden Sie im Menü unter „Veranstaltungen und Publikationen, auf die wir gern aufmerksam machen möchten”.

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Veranstaltungen und Publikationen, auf die wir gern aufmerksam machen möchten

Hier finden Sie eine Reihe ausgewählter Hinweise auf interessante Veranstaltungen und Publikationen, die jedoch ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität der Auswahl ist:

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