Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

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Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft wurde 1982 in (West-) Berlin gegründet, um das wissenschaftliche und kulturelle Erbe des Sexualforschers Magnus Hirschfeld (1868–1935) und seines Instituts für Sexualwissenschaft (1919–1933) zu erforschen und zu bewahren. Seit 1992 betreibt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft die Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft. Unsere Bibliotheks- und Arbeitsräume befinden sich seit dem Sommer 2018 im dritten Stock (links) in der Taubenstraße 1 (Raum 3.45) in Berlin-Mitte.

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Aktuelle Nachrichten und Veranstaltungshinweise:

TransTrans: Transatlantische Transgender Geschichte

Berlin – Vernissage 7. November 2019, 19.00 Uhr; Ausstellung 8. November 2019 bis 2. März 2020

(c) The Trustees of Indiana University on behalf of The Kinsey Institute

Mit atemberaubenden, nie zuvor veröffentlichten Fotos und Briefen erkundet die Ausstellung TransTrans das Netzwerk von Menschen, die seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis in die sechziger Jahre hinein trans* Geschichte geschrieben, erzählt und geprägt haben. Mit dem Austausch von Karten, Briefen und Bildern haben diese Pionier*innen über viele Landesgrenzen hinweg zunächst privat neue Communitys erschaffen und erschlossen – um ihre Geschichten im Zeichen der Aufklärung dann zunehmend auch mit der Öffentlichkeit zu teilen.

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Die Geschichte von Lili Elbe. Ein Mensch wechselt sein Geschlecht

Buchumschlag

Mit einem Nachwort zur Neuausgabe von Rainer Herrn.

In den 1920er Jahren führt der dänische Maler Einar Wegener mit seiner Frau Gerda, einer ebenfalls erfolgreichen Künstlerin, ein bewegtes Leben zwischen Dänemark, Frankreich und Italien. Als Gerda ihn eines Tages bittet, ihr als Frau verkleidet Modell zu stehen, setzt sie eine Entwicklung in Gang, deren Ende sich keiner von beiden vorstellen kann.
Zum Spaß tritt Einar immer öfter bei gesellschaftlichen Anlässen als geheimnisvolle Frau namens »Lili« auf. Doch aus dem Spiel wird bald ein ernster innerer Konflikt. Schmerzhaft ringt Einar um seine Identität, bis er sich schließlich in Deutschland mehreren Operationen unterzieht, um fortan als Lili Elbe weiterzuleben.

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Queer(ing) Xmas – Positionen der Zuneigung, Vernissage

Berlin – Sonntag, 1. Dezember 2019 von 16:00 bis 22:30 Uhr

Das Queere Kulturhaus nimmt die Herausforderung an: Das im traditionell christlichen Kontext definierte Weihnachtsfest anders, nämlich queer feiern und gestalten. Wir zeigen den ganzen Dezember hindurch in unserem Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt: Queer(ing) Xmas – Positionen der Zuneigung trans-religiöse wie kulturelle Aspekte aus der Fülle unserer diversen Lebensentwürfe.

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Im Gedenken an Eva Siewert

Berlin – 3. Dezember 2019, 19:30 Uhr

| Eva Siewert um 1929.

Am 3. Dezember 2019 jährt sich der Todestag der Journalistin und Schriftstellerin Eva Siewert (1907–1994) zum 25. Mal. Aus diesem Grund lädt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zu einer Gedenkveranstaltung in die Bar Kollo Kreuzberg ein. Die Berliner Schauspielerin und Sängerin Sigrid Grajek liest ausgewählte Erzählungen Eva Siewerts sowie Passagen aus Briefen Siewerts an Kurt Hiller aus den 1950er Jahren: prägnante Texte, die vor Geist und Temperament sprühen und Spuren einer unbeugsamen Frau und einer lesbischen Liebe zur Zeit des Nationalsozialismus freilegen.

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Jüdische Ärzte und Apotheker in Tiergarten

Berlin – 6. November 2019 bis 16. Januar 2020

| Der Biochemiker Ernst Boris Chain (1906–1979) im britischen Exil

Wer sich mit der Geschichte jüdischer Mediziner im Berliner Bezirk Tiergarten beschäftigt, begegnet gleich einer Reihe von herausragenden Persönlichkeiten. In der Ausstellung „Jüdische Ärzte und Apotheker in Tiergarten“, die von dem Verein Gleis 69 erarbeitet wurde, geht es unter anderem um einen Nobelpreisträger, der entscheidend an der Entwicklung des Penicillins beteiligt war, und um eine junge Militärärztin, die während des Ersten Weltkriegs freiwillig in der österreich-ungarischen Armee diente – Preußen wollte sie als Frau nicht einstellen. Vorgestellt werden ein Chirurg, der an Lenins Krankenbett gerufen wurde, und eine Bakteriologin, die den „Moabiter Milchkrieg“ gewann. Dokumentiert wird aber auch das Wirken Magnus Hirschfelds am Institut für Sexualwissenschaft.

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Mitteilungen 63 – Juli 2019

Die neueste Ausgabe der Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft liegt endlich vor. In Heft 63 bietet Richard Kühl eine aus 96 Titeln bestehende Ergänzungsbibliographie zum Werk Magnus Hirschfelds, die in Teilen der inzwischen erfolgten Digitalisierung historischer Zeitungen und Zeitschriften zu verdanken ist. Manfred Herzer-Wigglesworth räumt in einem Kurzbeitrag mit der vielfach tradierten Legende von der Plünderung des Radszuweit-Verlags 1933 durch die Nazis auf, während Raimund Wolfert eine bislang unbekannte Erzählung Eva Siewerts vorstellt und auf den Briefwechsel des Regensburger Zahnarztes Josef Wagner (1905–1962) mit Kurt Hiller zu Fragen der homosexuellen Emanzipation in der frühen Nachkriegszeit eingeht.

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Friedhofsplan Weißensee: Auf den Spuren Magnus Hirschfelds (2. Auflage)

Unser Faltplan über den Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee aus dem Jahr 2016 war ein großer Erfolg. Nachdem die Erstauflage vergriffen war, haben wir uns entschlossen, den Plan in einer zweiten Auflage wieder zugänglich zu machen. Der Plan dokumentiert neun Gräber von Familienangehörigen und Wegbegleitern Magnus Hirschfelds. Unter den hier Beigesetzten sind Magnus Hirschfelds Schwester, die Schriftstellerin Franziska Mann, Iwan Bloch, Johannes Holzmann und Max Tischler, die jeweils mit kurzen biografischen Skizzen vorgestellt werden.

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Magnus Hirschfelds Exil-Gästebuch 1933–1935

Buchumschlag Gästebuch

Der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868–1935) führte während seines Exils in Frankreich zwischen 1933 und 1935 ein „Gästebuch“, in das sich nicht nur seine zahlreichen Besucherinnen und Besucher eintrugen. Er nahm dieses Buch auch gelegentlich mit auf Reisen, wenn er selbst privater Gast war oder an Veranstaltungen teilnahm. Das Gästebuch versammelt Einträge von Freundinnen und Freunden wie von flüchtigen Bekannten; prominente Namen stehen neben uns völlig unbekannten.

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Aufruf zur Rehabilitierung von Dr. Hans Holbein

| Fotomontage: A. Zinn.

Seit der Reform des § 175 StGB sind fünfzig Jahre vergangen. Aus Anlass dieses Ereignisses fordern über fünfzig Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft die Rehabilitierung des thüringischen Juristen Dr. Hans Holbein (1864–1929). Die Unterzeichner des Aufrufs fordern das Land Thüringen, die Universität Jena und die Stadt Weimar auf, Dr. Hans Holbein zu rehabilitieren, das Vermögen der Holbein-Stiftung zu restituieren und es im Sinne des Stifters zu verwenden.

Initiatoren des Aufrufes sind Dr. Alexander Zinn (Universität Dresden), Prof. Dr. Rüdiger Lautmann (Universität Bremen) und Ralf Dose von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen a. D.

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Magnus-Hirschfeld-Platz in Nürnberg

Nürnberg – Freitag, 5. Juli 2019, 17:00 Uhr

Ein öffentlicher Platz in Nürnberg trägt ab sofort den Namen von Magnus Hirschfeld. Auf Entscheidung des örtlichen Verkehrsausschusses wurde kürzlich ein bislang namenloses Areal am Sterntor, nahe des Hauptbahnhofes, an dem sich bereits seit einigen Jahren eine Infotafel über die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit und ein Blumenfeld mit einem Gedenkstein befinden, nach Hirschfeld benannt. Vorgeschlagen hatte die Platzbenennung das Nürnberger Bündnis gegen Trans- und Homophobie. Die neuen Beschilderungen sind bereits angebracht, am 5. Juli 2019 wird der Platz vom Nürnberger Bürgermeister Christian Vogel (SPD) offiziell eingeweiht.

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Forschungsprojekt: Das Sorgerecht lesbischer Mütter

Bundesdeutsche Gerichte entzogen Müttern bis mindestens in die 1980er Jahre ihre Kinder – wenn den Gerichten bekannt war, dass die Mütter lesbisch lebten. Damit das nicht passierte, verbarg manche Mutter ihre Lebensgefährtin. Dies wurde in der ersten historischen Studie über lesbisches Leben im jungen Rheinland-Pfalz deutlich. Bei weiterer Forschung zeigte sich bald, dass es auch noch in den 1990er Jahren alltäglich war, wenn Gerichte lesbischen Müttern deren Kinder nahmen. Oder wenn damit gedroht wurde.

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Neu in unserer Sammlung

| Der Eintrag Magnus Hirschfelds in Hermann Webers und Paul Dalquens Gästebuch.

Anfang 2019 erhielt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft ein großzügiges Geschenk aus dem Frankfurter Raum: Es ist das Gästebuch von Hermann Weber und Paul Dalquen, in dem an prominenter Stelle gleich zuvorderst ein handschriftlicher Eintrag von Magnus Hirschfeld steht. Hermann Weber (1882–1955) war vor 1933 Leiter der Ortsgruppe Frankfurt/Main des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (WhK), und er wurde 1949 Ehrenvorsitzender des Vereins für humanitäre Lebensgestaltung (VhL) sowie Präsident des WhK Hans Gieses.

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Wer war Eva Siewert?

Eva Siewert, in einer Zeichnung von Martina Minette Dreier

Ein Name, ein Foto, eine Handvoll Texte – die Ausgangslage für den neuen digitalen Gedenkraum war denkbar schwierig. Doch ein vierköpfiges Projektteam, ausgehend von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, hat sich der Herausforderung gerne gestellt. Seit Anfang 2019 lädt die Website In Erinnerung an Eva Siewert, finanziell gefördert von der Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung (LADS), zum Schauen, Lesen, Hören, Stöbern und Entdecken ein. Besuchen Sie die Seite www.eva-siewert.de

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Wer ist wer in Magnus Hirschfelds „Weltreise eines Sexualforschers“?

1933 erschien im Schweizer Bözberg-Verlag Magnus Hirschfelds epochaler Bericht Die Weltreise eines Sexualforschers. Das Buch mache uns „bekannt mit den Hochzeits- und Ehebräuchen, Geburtssitten, Reifezeremonien, dieser ganzen von kultischen Feiern, von Glauben und Aberglauben umsponnenen Lebensgestaltung der Völker, die über die Erde hin unübersehbare Variationen aufweist“, pries der Verlag das Werk einst an. Doch uns heutigen bietet Hirschfelds Buch noch mehr.

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Making Gay History – Season Four – Magnus Hirschfeld

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On the occasion of Magnus Hirschfeld’s 150th birthday in May 2018, Eric Marcus traveled to Germany to find out more about this early champion of LGBTQ civil rights. Eric found a story of queer resistance, resilience, and a fascinating mystery involving a suitcase and a mask.

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Gay History Map: Hirschfelds Berlin

Hans Bergemann hat für die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft und in Zusammenarbeit mit dem queeren Stadtmagazin Siegessäule eine „Gay History Map: Hirschfelds Berlin“ erarbeitet. Sie ist rechtzeitig zum bevorstehenden Hirschfeld-Jahr 2018/19 erschienen und liegt der Siegessäule (Ausgabe Mai 2018) sowie dem L-MAG (Ausgabe Mai/Juni 2018) gratis bei. Der Stadtplan zeigt historische und zeitgenössische Orte in Berlin, die mit dem Lebensweg und Werk Magnus Hirschfelds, seiner Familienmitglieder, Freunde und Mitarbeiter_innen in Beziehung stehen. Umfangreiche Anmerkungen erläutern „Hirschfelds Berlin“.

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Science Friday Podcast: Born This Gay

At the turn of the 20th century, a German doctor sets out to prove that homosexuality is rooted in biology – but his research has consequences he never intended.

Written by Lauren Young, published on May 23, 2017

In pre-Nazi Germany, a doctor named Magnus Hirschfeld sets out to take down Paragraph 175, a law against “unnatural fornication” between men. Hirschfeld’s plan is to scientifically prove that homosexuality is natural, and that lesbians and gay men might be born gay – but his idea ends up falling into the wrong hands.

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Gender and Black Revolutionaries

Ein Film von Schüler*innen der Nelson-Mandela-Schule in Berlin als Beitrag zum Queer History und Black History Month 2017

Queer History Month im Februar? Ist da nicht auch Black History Month? Für die Schüler*innen der Nelson-Mandela-Schule war daher klar: Ein Projekt mit ihnen soll beides berücksichtigen – schwarze und queere Geschichte in Berlin. Die Grundidee war geboren. Im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Giuseppina Lettieri und Tino Kandal vom Projekt Diversity Box aus der Idee ein Projekt für den Queer History Month 2017.

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Dinge, die wir suchen

Bei der Plünderung des Instituts für Sexualwissenschaft gingen Bibliothek, Archiv und Sammlungen verloren – allerdings nicht komplett. Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft bemüht sich darum, die in alle Welt verstreuten Bücher und Sammlungsgegenstände zu identifizieren und – wenn möglich – nach Berlin zurückzubringen. Hier stellen wir einige Bücher und Objekte vor, die wir aktuell suchen – und geben ein paar Beispiele von wiedergefundenen Exemplaren.

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"Through Science to Justice": Magnus Hirschfeld and Germany's LGBT Rights Movement

Documentary for National History Day 2015 with the theme of “Leadership and Legacy”. This short clip (10 min) gives a good first impression of Hirschfeld’s live and work and of his impact on the LGBTIQ* movement.

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Digitalisate

Im Internet sind zunehmend Werke Magnus Hirschfelds aus digitalisierten Bibliotheksbeständen frei zugänglich. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit weisen wir nachstehend auf derartige Bestände hin.

Wir danken Erwin In het Panhuis für die Überlassung der Datensätze aus seiner Bibliographie. Aktuell sind solche Digitalisate international auch über die Datenbank des KVK – Karlsruher Virtueller Katalog auffindbar.

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Veranstaltungen und Publikationen, auf die wir gern aufmerksam machen möchten

Hier finden Sie eine Reihe ausgewählter Hinweise auf interessante Veranstaltungen und Publikationen, die jedoch ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität der Auswahl ist:

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Veranstaltungen und Einladungen

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