Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

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Räume der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft von außen

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft wurde 1982 in (West-) Berlin gegründet, um das wissenschaftliche und kulturelle Erbe des Sexualforschers Magnus Hirschfeld (1868–1935) und seines Instituts für Sexualwissenschaft (1919–1933) zu erforschen und zu bewahren. Seit 1992 betreibt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft die Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft. Unsere Bibliotheks- und Arbeitsräume befinden sich in der Kluckstraße 38 in Berlin-Tiergarten.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Stöbern in unserem Internetauftritt. Manche Seiten sind leider immer noch nicht komplett. Wenn Sie Fehler finden oder etwas vermissen, zögern Sie bitte nicht, uns eine E-Mail zu schicken!

Aktuelle Nachrichten und Veranstaltungshinweise:

Anhörung: Die „vergessenen" queeren Opfer

Berlin – 22. Mai 2023, 10:00 bis 12:00 Uhr

| Dr. Rainer Herrn spricht zum Antrag zur Anerkennung der queeren Opfer des Nationalsozialismus

Am Montag, den 22. Mai, fand im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags eine öffentliche Anhörung zu den „vergessenen“ queeren Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung statt. Dem zugrunde lag ein Antrag von verschiedenen Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Als Sachverständige nahmen Dr. Bodie A. Ashton, Henny Engels vom LSVD (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland), Dr. Andrea Genest, Dr. Anna Hájková und Dr. Rainer Herrn von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft bzw. dem Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Charité zu dem Antrag Stellung.

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„Sexualkatastrophe" 1914/18. Magnus Hirschfelds vergessener Kampf um eine andere Erinnerung an den Ersten Weltkrieg

Greifswald / online – Montag, 22. Mai 2023, 18:00–20:00 Uhr

Es wird oft vergessen, dass Magnus Hirschfelds sexualwissenschaftlicher Klassiker „Sittengeschichte des Weltkrieges” von 1930 nicht nur eine für seine Zeit ungewöhnliche Fragestellung verfolgte, sondern auch Teil einer Debatte um Erich Maria Remarque und die „wahre” Schilderung des „Kriegserlebnisses” war, die zehn Jahre nach dem Ersten Weltkrieg entbrannte. Remarque hatte seinen Welterfolg „Im Westen nichts Neues” 1928 vorgelegt, und der Roman wurde noch im selben Jahr in 26 Sprachen übersetzt. Weitere Bekanntheit erreichte er durch die US-amerikanische Verfilmung von Lewis Milestone (1930), die mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde.

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QueerTour Heidelberg

Heidelberg – ab Montag, 10. April 2023, 11:00 Uhr

| Steffen Schmid bei seiner QueerTour, Karlsplatz, Mai 2022 © Foto Sabine Arndt.

Wer die „Rainbow City Heidelberg“, ihre Sehenswürdigkeiten und ihre Geschichte aus dem Blickwinkel queeren Lebens kennenlernen will, kann auch 2023 wieder an einer der Heidelberger Altstadttouren von Gästeführer Steffen Schmid teilnehmen. Die sechs öffentlichen Termine sind in diesem Jahr: Ostermontag, 10. April, Mittwoch, 17. Mai, Sonntag, 4. Juni, Samstag, 22. Juli, Sonntag, 27. August und Samstag, 14. Oktober 2023 – jeweils um 11:00 Uhr.

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Wiederentdeckt: Die Malerin und trans* Frau Toni Ebel

Solingen – ab Sonntag, 12. März 2023, 15:00 Uhr

| Das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen. Pressefoto.

Toni Ebel gilt als eine der Vorreiter:innen in der Repräsentation von trans* Identitäten in der Kunst des Zwanzigsten Jahrhunderts. Sie ging mutig und selbstbestimmt ihren Weg: Um 1930 unterzog sie sich in Berlin geschlechtsangleichenden Operationen und konvertierte wenig später zum Judentum, dem Glauben ihrer Lebensgefährtin Charlotte Charlaque. Die Naziherrschaft überlebte sie im tschechoslowakischen Exil, und ab 1949 fand sie mit ihrer Kunst Anerkennung in der frühen DDR. Nach der erfolgreichen Schau im Berliner Sonntags-Club wird die von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft konzipierte Ausstellung im Zentrum für verfolgte Künste in Solingen gezeigt.

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Neuzugang: Zwei echte Ebel

Unsere Ausstellung zu Toni Ebel im Sonntags-Club ist mittlerweile Geschichte, aber zum Glück eine, die weitergeht. Drei Tage, nachdem Esra Paul Afken und Raimund Wolfert die Ausstellung abgebaut hatten, erreichte uns Anfang Februar 2023 die aufregende Nachricht einer Person, die im Besitz eines Originalgemäldes von Toni Ebel war. Besser gesagt, im Besitz von zwei Gemälden, denn das Bild auf Holz ist beidseitig bemalt. Die Person hatte es vor sechs Jahren in Lindenberg, zwischen Buch und Ahrensfelde gelegen, am Straßenrand gefunden. Zusammen mit ein paar anderen ausrangierten Sachen stand es neben einem Altkleidercontainer.

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Verzeichnis zum Nachlass von Stefan Hülsmann

Ende 2018 hat die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft das Erbe von Stefan Hülsmann (1962–2017) angetreten. Stefan Hülsmann, unter dem Namen Marc of Frankfurt als Sexarbeiter und Aktivist der Prostitutiertenbewegung tätig, hinterließ auch einen umfangreichen schriftlichen und digitalen Nachlass, der von 2019 bis 2021 von Hans Bergemann und Andreas Pretzel archivarisch aufbereitet wurde. Nunmehr liegt eine Broschüre zur Sammlung vor. Sie enthält, neben ausgewählten Dokumenten und Fotos, eine biografische Skizze, die Bestandbeschreibung und eine detaillierte Sammlungsübersicht.

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Otto Schmidt-Gibichenfels: Wen soll ich heiraten?

„Wen soll ich heiraten?“, fragte 1907 der Lehrer, Publizist und Rassenhygieniker Otto Schmidt-Gibichenfels (1861–1933) in seinem gleichnamigen Buch und versuchte dort sogleich eine „neue Antwort auf eine alte Frage“ zu geben. Uns interessiert an dieser Stelle allerdings etwas ganz anderes: Durch welche Hände ist Schmidt-Gibichenfels‘ Buch zwischen 1933 und heute gegangen? Denn durch einen nächtlichen Hinweis von unserem guten Freund Olov Kriström in Göteborg konnten wir kürzlich ein Exemplar von Schmidt-Gibichenfels‘ Schrift erwerben.

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Frauen um Magnus Hirschfeld

Wer waren die Frauen, die Magnus Hirschfeld nahestanden und die ihn prägten? Mit welchen Frauen arbeitete er zusammen, und auf welche bezog er sich in seinen Schriften wie in seinen Vorträgen? Das sind nur drei Fragen, denen sich die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft auf einer neuen Übersichtsseite ihres Internetauftritts widmet, zumindest ansatzweise. Denn in aller Kürze lassen sich diese Fragen kaum beantworten.

Zu dem angefügten Foto etwa können wir mit Sicherheit nur sagen, dass die zwei Frauen links neben Hirschfeld seine Schwestern Recha Tobias und Jenny Hauck sind. Zudem lässt sich die Liste der Fragen fortsetzen: Mit welchen Frauen kam Magnus Hirschfeld nicht überein und warum? Und was hielten eigentlich Frauen von Hirschfeld und seinen Ausführungen – zu seinen Lebzeiten wie nach seinem Tod? Im Guten wie im Schlechten.

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Mitteilungen 69/70 – Dezember 2022

Die neueste Ausgabe der Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft ist frisch aus der Druckerei bei uns eingetroffen, und wir haben das Heft umgehend an unsere Abonnenten und Abonnentinnen verschickt. Wir können nicht verhehlen, ein wenig stolz darauf zu sein, mit der Ausgabe die „magische“ Nummer 70 erreicht zu haben. Auch im Inneren kann sich das Heft sehen lassen. In neun verschiedenen Beiträgen geht es um polnische Erfahrungen und Befindlichkeiten, einen verschollenen Film des Instituts für Sexualwissenschaft, Magnus Hirschfeld in Palästina, unsere Ausstellung zu Toni Ebel, einen Drucker der „Homophilenzeitschrift“ Der Weg und den Nachlass von „Marc of Frankfurt”. Drei Rezensionen aktueller Bücher runden das Heft ab.

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Teilnachlass Rudolf Klimmer

Im Sommer 2022 hat die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft von Günter Grau einen Teilnachlass des Dresdner Arztes und Sexualforschers Rudolf Klimmer (1905–1977) übernommen. Klimmer spielte nicht nur in der DDR für die homosexuelle Emanzipationsbewegung eine bedeutende Rolle. Der Teilnachlass besteht aus einem Ringordner, zwölf Einschlagmappen und fünf Heftordnern, in denen sich vornehmlich Korrespondenzen Klimmers, Manuskripte und Rezensionen finden.

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Richard Kühl: Der große Krieg der Triebe

Kein Krieg wurde sexualwissenschaftlich so intensiv erforscht wie der „Große Krieg” von 1914 bis 1918. Er fiel in eine Phase, als die „Entdeckung” des Unbewussten und die Begründung der Sexualwissenschaft als interdisziplinäres Fach erst wenige Jahre zurücklagen. Richard Kühl untersucht, wie die neuen Expert*innen im Kriegsraum ein regelrechtes Laboratorium der Triebe vorfanden und sich noch bis in die 1920er Jahre hinein mit den sozialen und kulturellen Kriegsfolgen kontrovers auseinandersetzten. Seine Analysen reichen bis in die Zeit um 1930, in der Sexolog*innen wie Magnus Hirschfeld in der „umkämpften Erinnerung” an die Materialschlachten auf eine Weise mitmischten, die das gesamte politische Spektrum beschäftigte.

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Digitalisiert: Paul Krisches Tagebücher

Aus dem Nachlass von Paul Krische (1878–1956) und Maria Krische (1880–1945), Sexualreformer*innen aus dem Umfeld Magnus Hirschfelds und des Instituts für Sexualwissenschaft, besitzt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zahlreiche Tage-, Jahres- und Erinnerungsbücher sowie andere Unterlagen, die wir 2013 posthum von Susanne Andrukowicz, einer Enkelin des Ehepaars Krische erhalten haben. Die von Paul Krische handschriftlich geführten Tagebücher umfassen die Jahre 1930 bis 1940, die Sammelalben stammen aus den Jahren 1915 bis 1953. Zusätzlich gehören Unterlagen zur Familiengeschichte und vier Kästen mit Fotografien zu dem Konvolut.

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Die Plünderung des Instituts für Sexualwissenschaft in der NS-Zeit

Das Deutsche Zentrum für Kulturgutverluste mit Sitz in Magdeburg hat der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. ein zweijähriges Forschungsprojekt bewilligt, das am 1. Oktober 2022 startet. Dr. Jens Dobler wird dieses Projekt durchführen. Das Vorhaben möchte den Ablauf der Enteignung und den zerstörten Bestand des ehemaligen Instituts für Sexualwissenschaft so detailliert wie möglich rekonstruieren. Als Ergebnis entsteht ein bebildeter Katalog der verlorenen Sammlung, der vor allem Museen, Sammlungen und Auktionshäusern zur Überprüfung der eigenen Bestände dienen soll.

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Hugo Marcus: Einer sucht den Freund

Mit Magnus Hirschfeld spazierte er durch den Tiergarten, mit Kurt Hiller war er über Jahrzehnte befreundet: der Schriftsteller Hugo „Hamid“ Marcus (1880–1966). Aus einer jüdischen Industriellenfamilie in Posen (heute Poznań, Polen) stammend, studierte Marcus in Berlin Philosophie, konvertierte Anfang der 1920er Jahre zum Islam und wirkte an der ersten Koran-Übersetzung ins Deutsche mit. Von den Nazis als Jude gestempelt, gelang ihm 1939 die Ausreise in die Schweiz, wo er unter dem Pseudonym „Hans Alienus“ nach 1945 mehrfach als Autor in der Zeitschrift Der Kreis vertreten war.

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Neu in unserer Sammlung: Briefe von Franziska Mann

Als Schriftstellerin und Frauenrechtlerin erfreute sich Franziska Mann (1859–1927), die zweitälteste Schwester Magnus Hirschfelds, zu ihren Lebzeiten einer gewissen Berühmtheit. Insbesondere ihre Erzählungen, in denen sie Aspekte der Kindheit behandelte, waren beim zeitgenössischen Publikum erfolgreich. Für Aufmerksamkeit sorgte ebenfalls eine Broschüre, die Franziska Mann zusammen mit Magnus Hirschfeld verfasste und die 1918 unter dem Titel Was jede Frau vom Wahlrecht wissen muß! erschien. Gleichwohl sind Franziska Manns Werke und ihr Lebensweg heute so gut wie vergessen.

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Buchpremiere Der Liebe und dem Leid

Berlin – 20. Juni 2022, 20:30 Uhr

Titel

Rainer Herrn präsentiert sein neues Buch Der Liebe und dem Leid im Buchladen Prinz Eisenherz in Berlin. Grußworte sprechen Daniel Baranowski (Bundesstiftung Magnus Hirschfeld) und Thomas Sparr (Suhrkamp Verlag). Moderation: Dagmar Wittmers.

In Der Liebe und dem Leid erzählt Rainer Herrn erstmals die wechselvolle Geschichte des Instituts für Sexualwissenschaft. Er stellt die Protagonisten vor, die es prägten, schildert die Kämpfe um die Abschaffung des „Homosexuellenparagraphen” 175, folgt den Schicksalen der Menschen, die im Institut Hilfe suchten, und lässt, wie nebenbei, den Geist der Weimarer Republik lebendig werden.

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Obleute des WhK – Gesamtverzeichnis

Im Wissenschaftlich-humanitären Komitee (WhK) gab es ab 1904 Bestrebungen, eine Art kollektives Führungsgremium zu bilden. Es erhielt zunächst die Bezeichnung „Obmännerkommission“ und bestand aus sieben Personen. Später wuchs die Zahl auf siebzig Mitglieder. Das Obmännerkollegium wählte den Vorstand des WhK, und gemäß den Statuten der Organisation sollten in ihm möglichst viele Bevölkerungs- und Berufsgruppen vertreten sein. Auf der nachfolgenden Namensliste finden sich dementsprechend nicht nur Ärzte und Rechtsanwälte, sondern auch Schriftsteller, Industrielle, Kaufleute, Ingenieure, Mechaniker und andere. Grundsätzlich währte die Obmannschaft im WhK fünf Jahre. Nach Ablauf dieser Zeit konnte sich jedes Mitglied der Wiederwahl stellen, und wer das Amt zehn Jahre bekleidet hatte, konnte zum Obmann auf Lebenszeit ernannt werden.

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You have never seen a dancer like Voo Doo

Titel | Buchtitel

Magnus Hirschfeld schrieb in seiner Studie Die Transvestiten (1910/12): „Der junge Transvestit Willi Pape, dessen Veranlagung durch einen Selbstmordversuch in Frauenkleidern bekannt wurde. Seine Eltern wurden vom Verfasser über seinen eigenartigen Zustand aufgeklärt und gestatteten ihm dann, zum Varieté zu gehen, wo er seitdem mit größtem Erfolg als Schlangentänzerin auftritt.“ Jens Dobler erzählt in seinem neuen Buch das unglaubliche Leben von Willy Pape alias Voo Doo und unternimmt damit zugleich einen Streifzug durch die große Zeit der europäischen Varietékultur.

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Raimund Wolfert: Charlotte Charlaque

Der Lebensweg der Deutsch-Amerikanerin Charlotte Charlaque (1892–1963) führt gleich mehrmals über den Atlantik – von Mährisch Schönberg über Berlin, San Francisco und Prag nach New York. Als Jüdin verließ Charlaque 1934 das nationalsozialistische Deutschland. Acht Jahre später gelang ihr der lebensrettende „Sprung“ in die USA. In New York wurde sie als ungekrönte Königin der Uferpromenade von Brooklyn Heights eine schillernde Berühmtheit. Sie nannte sich jetzt gern Charlotte von Curtius. Was aber nicht einmal ihre engsten Freunde wussten: Ihr neuer Nachname war eine Anspielung auf ihren alten Geburtsnamen. Denn als Charlotte Charlaque geboren wurde, gingen ihre Eltern davon aus, dass sie ein Junge sei, und gaben ihr den Namen Curt …

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Monatsberichte des WhK 1902–1908

Die Monatsberichte des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (Charlottenburg–Berlin) sind eine reichhaltige Quelle zur Frühgeschichte der homosexuellen Emanzipationsbewegung nicht nur im deutschsprachigen Raum. Die einzelnen Monatsberichte sind jedoch bislang nur schwer zugänglich gewesen, in kaum einer öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliothek dürften sie vollständig erhalten sein. Auch weisen sie kein Inhalts-, Namens- oder Ortsverzeichnis auf. Die gezielte Recherche in den Ausgaben war deshalb von jeher aufwendig. Aus diesem Grund hat sich die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft entschieden, das gebundene Exemplar der Monatsberichte 1904–1908, das wir in unserer Sammlung haben, zu digitalisieren und interessierten Leser_innen und Forscher_innen zur Verfügung zu stellen.

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Magnus Hirschfeld – Pionier der Sexualforschung

Magnus Hirschfeld

Magnus Hirschfeld eröffnete 1919 das Institut für Sexualwissenschaft in Berlin, dem damaligen Zentrum homosexuellen Lebens. 1933 wurde das Institut von Nationalsozialisten geplündert. Ihnen war Hirschfeld dreimal verhasst: als Sozialist, Jude und Homosexueller. 1935 starb Hirschfeld an seinem 67. Geburtstag in Nizza. Hirschfeld-Zitate wie „Die Begriffe übernatürlich, unnatürlich und widernatürlich sind Zeichen mangelnder Naturerkenntnis“ oder „Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit“ haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren.

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Friedhofsplan Weißensee: Auf den Spuren Magnus Hirschfelds (2. Auflage)

Unser Faltplan über den Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee aus dem Jahr 2016 war ein großer Erfolg. Nachdem die Erstauflage vergriffen war, haben wir uns entschlossen, den Plan in einer zweiten Auflage wieder zugänglich zu machen. Der Plan dokumentiert neun Gräber von Familienangehörigen und Wegbegleitern Magnus Hirschfelds. Unter den hier Beigesetzten sind Magnus Hirschfelds Schwester, die Schriftstellerin Franziska Mann, Iwan Bloch, Johannes Holzmann und Max Tischler, die jeweils mit kurzen biografischen Skizzen vorgestellt werden.

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Dinge, die wir suchen – und solche, die wir gefunden haben

Bei der Plünderung des Instituts für Sexualwissenschaft gingen 1933 Bibliothek, Archiv und Sammlungen verloren – allerdings nicht komplett. Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft bemüht sich darum, die in alle Welt verstreuten Bücher und Sammlungsgegenstände zu identifizieren und – wenn möglich – nach Berlin zurückzubringen. Hier stellen wir einige Bücher und Objekte vor, die wir aktuell suchen – und geben ein paar Beispiele von wiedergefundenen Exemplaren bzw. von Büchern, die wir erworben oder die uns geschenkt wurden und seitdem unsere Sammlung bereichern.

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Digitalisate

Im Internet sind zunehmend Werke von und über Magnus Hirschfeld aus digitalisierten Bibliotheksbeständen frei zugänglich. Erfreulicherweise wächst die Zahl der Digitalisate ständig. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit weisen wir nachstehend auf derartige Bestände hin. Gleichzeitig bitten wir um Ihre Mithilfe. Über Hinweise auf Digitalisate, die wir hier noch nicht erfasst haben bzw. die uns noch nicht zur Kenntnis gelangt sind, würden wir uns sehr freuen.

Wir danken Erwin In het Panhuis für die Überlassung der Datensätze aus seiner Bibliographie. Aktuell sind solche Digitalisate auch über die Datenbank des KVK – Karlsruher Virtueller Katalog auffindbar.

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Veranstaltungen und Einladungen

Auf dieser Seite finden Sie Veranstaltungen und Einladungen im Namen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft. Veranstaltungen anderer Organisationen finden Sie im Menü unter „Veranstaltungen und Publikationen, auf die wir gern aufmerksam machen möchten”.

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Veranstaltungen und Publikationen, auf die wir gern aufmerksam machen möchten

Hier finden Sie eine Reihe ausgewählter Hinweise auf interessante Veranstaltungen und Publikationen, die jedoch ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität der Auswahl ist:

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