Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

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Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft wurde 1982 in (West-) Berlin gegründet, um das wissenschaftliche und kulturelle Erbe des Sexualforschers Magnus Hirschfeld (1868–1935) und seines Instituts für Sexualwissenschaft (1919–1933) zu erforschen und zu bewahren. Seit 1992 betreibt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft die Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft. Unsere Bibliotheks- und Arbeitsräume befinden sich seit dem Sommer 2018 im dritten Stock (links) in der Taubenstraße 1 (Raum 3.45) in Berlin-Mitte.

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Aktuelle Nachrichten und Veranstaltungshinweise:

Magnus Hirschfelds Exil-Gästebuch 1933–1935

Buchumschlag Gästebuch

Der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868–1935) führte während seines Exils in Frankreich zwischen 1933 und 1935 ein „Gästebuch“, in das sich nicht nur seine zahlreichen Besucherinnen und Besucher eintrugen. Er nahm dieses Buch auch gelegentlich mit auf Reisen, wenn er selbst privater Gast war oder an Veranstaltungen teilnahm. Das Gästebuch versammelt Einträge von Freundinnen und Freunden wie von flüchtigen Bekannten; prominente Namen stehen neben uns völlig unbekannten.

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Aufruf zur Rehabilitierung von Dr. Hans Holbein

| Fotomontage: A. Zinn.

Seit der Reform des § 175 StGB sind fünfzig Jahre vergangen. Aus Anlass dieses Ereignisses fordern über fünfzig Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft die Rehabilitierung des thüringischen Juristen Dr. Hans Holbein (1864–1929). Die Unterzeichner des Aufrufs fordern das Land Thüringen, die Universität Jena und die Stadt Weimar auf, Dr. Hans Holbein zu rehabilitieren, das Vermögen der Holbein-Stiftung zu restituieren und es im Sinne des Stifters zu verwenden.

Initiatoren des Aufrufes sind Dr. Alexander Zinn (Universität Dresden), Prof. Dr. Rüdiger Lautmann (Universität Bremen) und Ralf Dose von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen a. D.

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Somewhere over the Rainbow

Berlin – 20. Juni bis 19. Juli 2019

In diesem Sommer erlebt das Queere Kulturhaus E2H sein Coming-out: Mit den Queeren Kulturwochen Somewhere over the Rainbow startet es in die öffentliche Phase. Denn wir feiern in diesem Jahr nicht nur das 50-jährige Jubiläum des Stonewall-Aufstandes, sondern auch den 100. Jahrestag der Gründung des Instituts für Sexualwissenschaft durch Magnus Hirschfeld in Berlin.

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Magnus-Hirschfeld-Platz in Nürnberg

Nürnberg – Freitag, 5. Juli 2019, 17:00 Uhr

Ein öffentlicher Platz in Nürnberg trägt ab sofort den Namen von Magnus Hirschfeld. Auf Entscheidung des örtlichen Verkehrsausschusses wurde kürzlich ein bislang namenloses Areal am Sterntor, nahe des Hauptbahnhofes, an dem sich bereits seit einigen Jahren eine Infotafel über die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit und ein Blumenfeld mit einem Gedenkstein befinden, nach Hirschfeld benannt. Vorgeschlagen hatte die Platzbenennung das Nürnberger Bündnis gegen Trans- und Homophobie. Die neuen Beschilderungen sind bereits angebracht, am 5. Juli 2019 wird der Platz vom Nürnberger Bürgermeister Christian Vogel (SPD) offiziell eingeweiht.

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100 Jahre Gründung Institut für Sexualwissenschaft

Berlin – Freitag, 5. Juli 2019, 16:00 – 17:30 Uhr

Am Freitag, 5. Juli 2019 gedenken wir gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik und queerer Community der Gründung des Instituts für Sexualwissenschaft von Magnus Hirschfeld vor 100 Jahren.

Das Institut befand sich an der Stelle, wo heute das Haus der Kulturen der Welt in Berlin steht. Und genau an diesen Ort gehen wir, um 100 Jahre nach der Gründung des Instituts diesem zu gedenken.

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Ralf Dose: „Am Denkmal sägen? Oder doch nicht? Magnus Hirschfelds Bedeutung für LSBTIQ* heute.“

Frankfurt a.M. – Montag, 8. Juli 2019 von 18:30 bis 20:30

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Als Jude, Sozialdemokrat und Homosexueller verfolgt: Gehört der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld dennoch zu den „zwiespältigen Ahnen“ (Ulrike Janz)? Spielten seine biologischen Vorstellungen von menschlicher Homosexualität gar den Nazis in die Hände? War er wirklich ein „führender Eugeniker“ (Peter Weingart)“? Eignet sich Hirschfeld als LSBTIQ*-Ikone? Müssen wir am Denkmal sägen?

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All Included 2019

Berlin – 25. Januar bis 20. Oktober 2019

Der Berliner Stadtteil Schöneberg war und ist ein Ort der Vielfalt und queerer Lebensformen. Die Ausstellung diversCITY spürt dem in Geschichte und Gegenwart nach und beleuchtet ein breites Themenspektrum von Aktivismus bis Vergnügen. Ein phantasievoll gestaltetes Stadtmodell zeigt Menschen, Orte und Ereignisse, die für vielfältige sexuelle und geschlechtliche Lebensweisen stehen – in Schöneberg und darüber hinaus. Zugleich regt die Ausstellung dazu an, Wahrnehmungsgewohnheiten und Vorurteile zu hinterfragen. Und jede_r kann einen Teil zu „diversCITY“ beitragen!

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Forschungsprojekt: Das Sorgerecht lesbischer Mütter

Bundesdeutsche Gerichte entzogen Müttern bis mindestens in die 1980er Jahre ihre Kinder – wenn den Gerichten bekannt war, dass die Mütter lesbisch lebten. Damit das nicht passierte, verbarg manche Mutter ihre Lebensgefährtin. Dies wurde in der ersten historischen Studie über lesbisches Leben im jungen Rheinland-Pfalz deutlich. Bei weiterer Forschung zeigte sich bald, dass es auch noch in den 1990er Jahren alltäglich war, wenn Gerichte lesbischen Müttern deren Kinder nahmen. Oder wenn damit gedroht wurde.

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Neuzugänge aus dem Nachlass Hassler

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft hat Anfang Mai 2019 eine umfangreiche Sammlung von Büchern aus dem Nachlass des 1974 verstorbenen Dr. jur. Rudolf Hassler aus Braunschweig erhalten. Der über 50 Titel umfassende Bestand enthält zentrale und zum Teil heute sehr seltene historische Schriften zur Kriminologie und allgemeinen Psychologie von Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

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Neu in unserer Sammlung

| Der Eintrag Magnus Hirschfelds in Hermann Webers und Paul Dalquens Gästebuch.

Anfang 2019 erhielt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft ein großzügiges Geschenk aus dem Frankfurter Raum: Es ist das Gästebuch von Hermann Weber und Paul Dalquen, in dem an prominenter Stelle gleich zuvorderst ein handschriftlicher Eintrag von Magnus Hirschfeld steht. Hermann Weber (1882–1955) war vor 1933 Leiter der Ortsgruppe Frankfurt/Main des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (WhK), und er wurde 1949 Ehrenvorsitzender des Vereins für humanitäre Lebensgestaltung (VhL) sowie Präsident des WhK Hans Gieses.

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Wer war Eva Siewert?

Eva Siewert, in einer Zeichnung von Martina Minette Dreier

Ein Name, ein Foto, eine Handvoll Texte – die Ausgangslage für den neuen digitalen Gedenkraum war denkbar schwierig. Doch ein vierköpfiges Projektteam, ausgehend von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, hat sich der Herausforderung gerne gestellt. Seit Anfang 2019 lädt die Website In Erinnerung an Eva Siewert, finanziell gefördert von der Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung (LADS), zum Schauen, Lesen, Hören, Stöbern und Entdecken ein. Besuchen Sie die Seite www.eva-siewert.de

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Mitteilungen 61/62 – Dezember 2018

In den letzten Tagen des Jahres 2018 ist das aktuelle Heft der Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft erschienen. Wegen der erfreulichen Fülle der Beiträge ist es mal wieder ein Doppelheft geworden. Zum Abdruck haben wir diesmal die „Überlegungen zu einer kritischen Erinnerungskultur“ von Christiane Leidinger gebracht, und in weiteren Artikeln widmen sich Autoren wie Jens Dobler, Sigrid Grajek, Richard Kühl, Claudia Schoppmann, Daniel Speier und Raimund Wolfert verschiedenen Persönlichkeiten und Aspekten der schwul-lesbischen Geschichtschreibung. So geht es unter anderem um Leo Heller, Heide Sachs, Helene Gottaut und Walter Anderssen – sowie die Frankfurter Homosexuellenprozesse von 1950/51. In dem Heft ebenso enthalten sind drei Rezensionen zu aktuellen Buchtiteln.

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Wer ist wer in Magnus Hirschfelds „Weltreise eines Sexualforschers“?

1933 erschien im Schweizer Bözberg-Verlag Magnus Hirschfelds epochaler Bericht Die Weltreise eines Sexualforschers. Das Buch mache uns „bekannt mit den Hochzeits- und Ehebräuchen, Geburtssitten, Reifezeremonien, dieser ganzen von kultischen Feiern, von Glauben und Aberglauben umsponnenen Lebensgestaltung der Völker, die über die Erde hin unübersehbare Variationen aufweist“, pries der Verlag das Werk einst an. Doch uns heutigen bietet Hirschfelds Buch noch mehr.

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Making Gay History – Season Four – Magnus Hirschfeld

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On the occasion of Magnus Hirschfeld’s 150th birthday in May 2018, Eric Marcus traveled to Germany to find out more about this early champion of LGBTQ civil rights. Eric found a story of queer resistance, resilience, and a fascinating mystery involving a suitcase and a mask.

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Gay History Map: Hirschfelds Berlin

Hans Bergemann hat für die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft und in Zusammenarbeit mit dem queeren Stadtmagazin Siegessäule eine „Gay History Map: Hirschfelds Berlin“ erarbeitet. Sie ist rechtzeitig zum bevorstehenden Hirschfeld-Jahr 2018/19 erschienen und liegt der Siegessäule (Ausgabe Mai 2018) sowie dem L-MAG (Ausgabe Mai/Juni 2018) gratis bei. Der Stadtplan zeigt historische und zeitgenössische Orte in Berlin, die mit dem Lebensweg und Werk Magnus Hirschfelds, seiner Familienmitglieder, Freunde und Mitarbeiter_innen in Beziehung stehen. Umfangreiche Anmerkungen erläutern „Hirschfelds Berlin“.

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Science Friday Podcast: Born This Gay

At the turn of the 20th century, a German doctor sets out to prove that homosexuality is rooted in biology – but his research has consequences he never intended.

Written by Lauren Young, published on May 23, 2017

In pre-Nazi Germany, a doctor named Magnus Hirschfeld sets out to take down Paragraph 175, a law against “unnatural fornication” between men. Hirschfeld’s plan is to scientifically prove that homosexuality is natural, and that lesbians and gay men might be born gay – but his idea ends up falling into the wrong hands.

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Gender and Black Revolutionaries

Ein Film von Schüler*innen der Nelson-Mandela-Schule in Berlin als Beitrag zum Queer History und Black History Month 2017

Queer History Month im Februar? Ist da nicht auch Black History Month? Für die Schüler*innen der Nelson-Mandela-Schule war daher klar: Ein Projekt mit ihnen soll beides berücksichtigen – schwarze und queere Geschichte in Berlin. Die Grundidee war geboren. Im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Giuseppina Lettieri und Tino Kandal vom Projekt Diversity Box aus der Idee ein Projekt für den Queer History Month 2017.

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Dinge, die wir suchen

Bei der Plünderung des Instituts für Sexualwissenschaft gingen Bibliothek, Archiv und Sammlungen verloren – allerdings nicht komplett. Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft bemüht sich darum, die in alle Welt verstreuten Bücher und Sammlungsgegenstände zu identifizieren und – wenn möglich – nach Berlin zurückzubringen. Hier stellen wir einige Bücher und Objekte vor, die wir aktuell suchen – und geben ein paar Beispiele von wiedergefundenen Exemplaren.

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"Through Science to Justice": Magnus Hirschfeld and Germany's LGBT Rights Movement

Documentary for National History Day 2015 with the theme of “Leadership and Legacy”. This short clip (10 min) gives a good first impression of Hirschfeld’s live and work and of his impact on the LGBTIQ* movement.

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Digitalisate

Im Internet sind zunehmend Werke Magnus Hirschfelds aus digitalisierten Bibliotheksbeständen frei zugänglich. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit weisen wir nachstehend auf derartige Bestände hin.

Wir danken Erwin In het Panhuis für die Überlassung der Datensätze aus seiner Bibliographie. Aktuell sind solche Digitalisate international auch über die Datenbank des KVK – Karlsruher Virtueller Katalog auffindbar.

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Veranstaltungen und Publikationen, auf die wir gern aufmerksam machen möchten

Hier finden Sie eine Reihe ausgewählter Hinweise auf interessante Veranstaltungen und Publikationen, die jedoch ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität der Auswahl ist:

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