Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Gender and Black Revolutionaries

Ein Projekt der Diversity Box des Archivs der Jugendkulturen
Schüler*innen vergrößern
Ausschnitt aus dem Film

Ein Film von Schüler*innen der Nelson-Mandela-Schule in Berlin als Beitrag zum Queer History und Black History Month 2017

Queer History Month im Februar? Ist da nicht auch Black History Month? Für die Schüler*innen der Nelson-Mandela-Schule war daher klar: Ein Projekt mit ihnen soll beides berücksichtigen – schwarze und queere Geschichte in Berlin. Die Grundidee war geboren. Im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Giuseppina Lettieri und Tino Kandal vom Projekt Diversity Box aus der Idee ein Projekt für den Queer History Month 2017.

Das Bildungsprojekt Diversity Box beschäftigt sich mit der Akzeptanz und Anerkennung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt unter Bezugnahme auf homo- und transfeindliche Diskurse und Einstellungen in Jugendkulturen und der Gesamtgesellschaft.

Die Schüler*innen suchten sich nach dem ersten Treffen acht queere und/oder schwarze Personen aus, die sie für revolutionär in ihrem Denken und Handeln halten, und recherchierten dazu Orte in Berlin, die mit den Personen in Verbindung stehen. Die Wahl der Schüler*innen fiel auf: Gertrude Sandmann, May Ayim, Klaus Wowereit, Magnus Hirschfeld, Marlene Dietrich, Christopher Isherwood, Audre Lorde und David Bowie. Zu allen Personen wurden daraufhin Portrait-Schablonen angefertigt. In einem Diversity Box Street-Art-Workshop im Januar lernten die Jugendlichen, wie die Schablonen ausgeschnitten und dann auf die Platten gesprüht werden.

Mit den Street-Art-Kunstwerken im Gepäck ging es dann im Februar zum Videodreh nach Schöneberg, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte. An den acht ausgewählten Orten, die in Verbindung mit den jeweiligen Personen stehen – ob Geburtshaus, Wohnort oder Wirkungsstätte –, trugen die Schüler*innen eigene Statements vor und führten darüber hinaus noch Passant*innen- und Expert*innen-Interviews durch.