Max Spohr (1850–1905) Verleger in Leipzig – Volksaufklärung per Verlagspolitik


Mit der Ausstellung „Max Spohr (1850–1905) Verleger in Leipzig – Volksaufklärung per Verlagspolitik“ soll an einen Mann erinnert werden, der als Verleger und Privatperson am Beginn der sich konstituierenden Schwulenbewegung vor 100 Jahren mit seinen Publikationen wesentlich zur Emanzipation von Homosexualität beitrug. Der 150. Geburtstag Max Spohrs ist ebenfalls geeigneter Anlass, dieses Verlegers zu gedenken. Max Spohr war selbst nicht homosexuell, soweit wir und seine Zeitgenossen dies beurteilen können, er setzte sich dennoch in überdurchschnittlichem Maße für die Homosexuellen-Bewegung ein.
Eine Ausstellung des Centrums Schwule Geschichte e.V., Köln.
Ausstellungsvorbereitung: Dr. Mark Lehmstedt.
Anlass dieser Wanderausstellung war die erstmalige Vergabe des Max-Spohr-Preises durch den Völklinger Kreis.
Veröffentlichungen
- Mark Lehmstedt: Bücher für das "dritte Geschlecht". Der Max Spohr Verlag in Leipzig. Verlagsgeschichte und Bibliographie (1881-1941)
Leipzig: Leipziger Arbeitskreis zur Geschichte des Buchwesens (Schriften und Zeugnisse zur Buchgeschichte 14) 2002 - Mark Lehmstedt: Die Enterbten des Liebesglücks. Max Spohr und die Frühgeschichte der homosexuellen Emanzipationsbewegung in Deutschland
In: Leipziger Blätter (2001)38, S. 35–37 - Mark Lehmstedt: Durch meinen Verlag fand noch nie ein unsittliches Werk Verbreitung. Der Max Spohr Verlag in Leipzig als publizisitisches Zentrum der frühen Homosexuellenbewegung. In: Mark Lehmstedt; Andreas Herzog: Das bewegte Buch. Buchwesen und soziale, nationale und kulturelle Bewegungen um 1900
Wiesbaden: Harrassowitz (i. Komm.) 1999, S. 313–326
