Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Rudolf Vieröckl jun., Bankbeamter

geb. um 1892 (Wien) gest. 4.4.1915 (Großwardein, heute Oradea, Rumänien)

Zur Biografie

Über die Lebensumstände Rudolf Vieröckls ist bislang nicht viel bekannt. Als gesichert gilt, dass er Bankbeamter war und in der Wiener Florianigasse 16 wohnte. Laut Gudrun Hauer soll er im Ersten Weltkrieg gefallen sein. Offenbar handelte es sich bei ihm um jenen Rudolf Vieröckl, über den etwa die Wiener Zeitung am 8. April 1915 schrieb: „Der 22jährige Bankbeamte Rudolf Vieröckl aus Wien, der zu Beginn des Krieges als Freiwilliger eingerückt war, wurde am 17. Februar in den Karpathen schwer verwundet und ist am Ostersonntag in Großwardein gestorben. Die Leiche Vieröckls, der ein Sohn des Bezirksvorsteher-Stellvertreters des 8. Wiener Bezirkes Rudolf Vieröckl war, wird hierher überführt und übermorgen, Freitag, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Zentralfriedhof im Heldengrabe beigesetzt.“

Weiterführende Literatur

Hauer, Gudrun (1989): Lesben- und Schwulengeschichte. Diskriminierung und Widerstand. In: Handl, Michael, Gudrun Hauer, Kurt Krickler u.a. (Hrsg.): Homosexualität in Österreich. Wien: Junius, S. 56f.

Todesfallmeldung in Wiener Zeitung vom 8.4.1915, S. 8