Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Joseph Nicoladoni, Ingenieur

Joseph Nicoladoni wird 1907, 1910 und 1920 als österreichischer Obmann des WhK genannt. Er war schon vorher aktives Mitglied und bemühte sich um 1906, ein Subkomitee in Wien zu etablieren.

Zur Biografie

Die Lebensdaten Joseph bzw. Josef Nicoladonis sind nach wie vor unbekannt. Nicoladoni stammte aus einer aus Norditalien nach Österreich eingewanderten Familie von Rauchfangkehrern und beschäftigte sich als Ingenieur mit Heizungssystemen. Er lebte nachweislich ab den 1880er Jahren in Wien, wo er als „K.u.k. Heizobjekte-Fabrikant” tätig war. Als Adressen sind u.a. nachweisbar: 1907: IV, Heumühlgasse 18 I; 1911: III, Heumarkt 7; 1931 III, Heumarkt 17. Ab 1942 steht Nicoladoni dann nicht mehr im Wiener Adressbuch.

Joseph Nicoladoni versuchte um 1906, zusammen mit dem Psychoanalytiker Wilhelm Stekel (1868–1940) in Wien eine österreichische Dependance des WhK zu gründen. Als Vereinssitz wurde die Heumühlgasse 18, also die Wohnadresse Nicoladonis, angegeben.

Weiterführende Literatur

Brunner, Andreas (2015): Rund um den Naschmarkt. Das schwule Biotop Wiens, in: Lambda Nachrichten (Jg. 37), Nr. 4, S. 32