Zeitzeugengespräch mit Peter Rausch


Peter Rausch, 1950 in Berlin geboren, arbeitete bis 1991 im Hochschulwesen der DDR und der BRD. 1973 gründete er zusammen mit anderen die Homosexuelle Interessengemeinschaft Berlin (HIB). Er war damit einer der Vorreiter homosexueller Emanzipation in der DDR. Ende der 80er Jahre setzte er seine Arbeit für Homorechte beim Berliner Verein Sonntags-Club fort. Nach der Wende publizierte er Sachtexte, wie zum Beispiel Die bisexuelle Natur des Menschen – eine soziale Chance (Jena 1990). 2014 erschien sein Roman HomoBlocker. Und in Vorträgen beschäftigt er sich mit psychoanalytischen Perspektiven oder auch der Frage „Wie viel Sex steckt in queer?“.
Im Zeitzeugengespräch wird Peter Rausch von der rechtlichen Situation für Homosexuelle in der DDR, vom Travestie-Kabarett „Hibaré“, von einem Neonazis-Überfall 1991, von den sogenannten „Klappen“ und anderen Treffpunkten erzählen. Außerdem werden originale Videoaufnahmen aus dieser Zeit gezeigt.
Moderation: Selma Morgenthal, Studentin der Sozialwissenschaften an der HU Berlin.
