Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Iris-Orfeo-Award in der Schwedischen Botschaft Berlin

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Am 29. Juli 2026 wurde in der Schwedischen Botschaft in Berlin der Iris-Orfeo-Award an gleich fünf Preisträger_innen verliehen: die Kurator_innen der Wanderausstellung „gefährdet leben“ Dr. Insa Eschebach, Karl-Heinz Steinle und Andreas Pretzel sowie die queeren Historiker_innen Kai* Brust und Jako Wende. Mit dem Preis zeichnet die schwedische Organisation TUPILAC (Nordic rainbow culture workers) gemeinsam mit der ILGCN (International Lesbian and Gay Network) Menschen aus, die sich in der Erinnerungsarbeit zur Geschichte queerer Menschen in besonderer und hervorragender Weise verdient gemacht haben.

Bill Schiller von TUPILAC erläuterte zu Beginn in einer Grußbotschaft den Hintergrund der Auszeichnung und seiner Organisation und gratulierte den diesjährigen Preisträger_innen. Bei der feierlichen Zeremonie in der Schwedischen Botschaft hielten anschließend Alva Träbert vom Bundesvorstand des LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt e.V. und Dr. Joanna Ostrowska, Historiker_in und Preisträger_in des Orfeo-Iris Award 2022 jeweils bewegende Laudationen.

Träbert hob unter anderem hervor, dass die Ausstellung „gefährdet leben“ von Beginn an auf große Resonanz gestoßen sei. Sie habe seit ihrem Start 2023 schon tausende Besucher_innen angesprochen. Träbert zeigte in der Laudatio auf, welch immense Bedeutung die Arbeit von Dr. Eschebach, Steinle und Pretzel auch für die Gegenwart hat. Dr. Joanna Ostrowska betonte, welches Gewicht der historischen Forschungsarbeit von Kai* Brust und Jako Wende für die Sichtbarkeit von trans*, intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen in der Geschichtswissenschaft beigemessen werden muss.

Die Reden der Laudator_innen sowie die Dankesworte der Geehrten waren zudem geprägt von den jüngsten Ereignissen beim CSD Berlin 2026. Vor Beginn der Veranstaltung lud Helmut Metzner, BMH-Vorstand, die Anwesenden zu einem stillen Gedenkmoment für die Opfer des islamistisch motivierten Anschlags auf Besucher_innen des CSD Berlin ein.

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft gratuliert allen Preisträger_innen herzlich!