Imitationen von Paul, eine Ausstellung von Philipp Gufler


In der Ausstellung Imitationen von Paul nimmt Philipp Gufler die vielschichtige Biografie Paul Hoeckers (1854–1910) zum Ausgangspunkt für einen Akt künstlerischer Identifikation. Die gezeigten Stoff- und Keramikarbeiten untersuchen, wie sich aus fragmentarischen, archivalischen Spuren neue Formen, Bilder und Erzählungen entwickeln lassen. Die Ausstellung mit Originalgemälden von Hoecker und Archivalien aus seinem Nachlass ist bis zum 4. Juli 2026 zu sehen.
Begleitend zur Ausstellung erscheint die Publikation Spuren von Paul | Traces of Paul (Splitter 19, Forum Queeres Archiv München und BQ, Berlin), die Ausstellung und Forschung als performative Kollektivarbeit verbindet. In der Vielstimmigkeit von Texten und Bildern erscheint Paul Hoecker als Teil eines offenen Prozesses fortlaufender historischer und künstlerischer Neubefragung. Die Publikation wird am 2. Mai um 15 Uhr in der Galerie BQ in Berlin präsentiert.
Zur Restauration des Grabsteins von Paul Hoecker


2025 besuchte die Paul Hoecker-Forschungsgruppe das Geburtshaus des Künstlers in Długopole Górne (bis 1945 Oberlangenau). Hier fand Paul Hoecker im Jahr 1910 seine letzte Ruhestätte. Der Familiengrabstein wurde noch zu Lebzeiten von Paul Hoecker gestaltet und steht als stilles Zeugnis für die vielschichtige deutsch-polnische Geschichte der Region. Durch das Bemühen der Forschungsgruppe wurde der Stein an der Grundfläche begradigt, der Zaun renoviert und das Denkmal vorsichtig gereinigt, so dass die Inschrift wieder gut lesbar ist.
Die Forschungsgruppe Paul Hoecker ist ein ehrenamtliches Forschungsprojekt am Forum Queeres Archiv München e.V. und besteht aus Stefan Gruhne, Philipp Gufler, Nicholas Maniu und Christina Spachtholz.
