GERD, ich bleibe bei dir


Weitermachen, wo du unterbrochen wurdest. Leerstellen füllen. Körper fragmentieren. Deinen Namen aus Buchstaben zusammensetzen. Mich aus Geschichten herausschreiben und mir die Lücken zurückholen. Sich einem Menschen nähern, der nicht mehr da ist.
Gerd, wie findest du meinen Namen?
Er antwortet nicht.
Natürlich antwortet er nicht.
GERD ist eine Performance über Gerd Katter, einen transmaskulinen Menschen, der Anfang des 20. Jahrhunderts als einer der ersten offiziell eine Personenstandsänderung beantragte. Ausgehend von dem Essay Blau entwickelt Biba Oskar Nass einen Text, der dokumentarische und fiktionale Elemente miteinander verbindet. Die Inszenierung bringt diesen Text mit Archivmaterial, autobiografischen Audioaufnahmen von Gerd Katter und Stimmen aus der queeren Community zusammen und ist nach anastasius – don’t call me by my deadname bereits die dritte Zusammenarbeit von Mare Kraus und Ria Unverzagt.
