Gad-Beck-Filmvorführung


Aus Anlass aktueller Vorkommnisse (siehe hier) findet am 5. Februar 2026 in der Neuköllner Programmkneipe Bajszel eine Veranstaltung zu Gad Beck statt. Gezeigt wird der Film „Schwul, jüdisch, unbeirrt – Die Abenteuer des Gad Beck. Porträt einer unwahrscheinlichen Ikone“ aus dem Jahr 2006. Die Filmemacher Carsten Does und Robin Cacket werden anwesend sein und im Anschluss an den Film für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Die Moderation hat Holger Heiland übernommen.
Zu den Hintergründen der Filmvorführung
Eigentlich sollte dieser Film letztes Jahr im linken Hausprojekt Groni 50 in Berlin-Wedding laufen – an genau dem Ort, an dem sich 1944/45 das Hauptquartier der jüdischen Widerstandsgruppe Chug Chaluzi befand. Doch die Hausgemeinschaft sagte die Vorführung kurzerhand ab.
Der Grund: Man störte sich an der „zionistischen Ausrichtung“ der jüdischen Widerstandskämpfer, die sich einst im Haus vor den Nazis versteckten. Im Namen der „Solidarität mit dem Streik für Palästina“ wurde die Veranstaltung gestrichen – am Vorabend des zweiten Jahrestags des Hamas-Überfalls auf Israel.
„Diesen Film zu zeigen und darüber zu diskutieren, hätte (…) ein Zeichen sein können, das Leben zu bejahen und nicht den Tod und damit die Mörder zu feiern“, schrieb Holger Heiland, der das Gespräch mit den Filmemachern an diesem Abend moderieren wird, in seiner Rezension.
Die Dokumentation von Carsten Does und Robin Cackett lässt Gad Beck selbst zu Wort kommen. Es ist das Porträt einer unwahrscheinlichen Berliner Ikone: ein Mann, der als Jude und Homosexueller im Untergrund überlebte und sich seine Freiheit nie nehmen ließ – weder von den Nazis noch von den moralischen Schranken der Nachkriegszeit.
