Buchpräsentation mit Florian Mildenberger


Am Donnerstag, den 22. Oktober 2026, wird Florian G. Mildenberger in der Buchhandlung Löwenherz in Wien sein neues Buch „Ende ohne Anfang – Magnus Hirschfelds Lehre und Mitarbeiter nach 1933“ vorstellen. In dem Buch zeichnet Mildenberger die Schicksale jener Sexualwissenschaftler nach, die als Schüler Magnus Hirschfelds ab 1933 ins Exil gezwungen wurden. Was geschah mit einer ganzen Forschungstradition, als das NS-Regime die progressive Sexualwissenschaft zerschlug und ihre Vertreter in alle Welt zerstreute? Mildenberger zeigt, wie das Ende des Nationalsozialismus 1945 keineswegs eine Rückkehr zum Aufbruchsgeist der Weimarer Jahre bedeutete – die Diskursbedingungen hatten sich unwiderruflich verändert, das legendäre Berliner Institut für Sexualwissenschaft blieb Geschichte.
Über das Buch
Als 1933 das „Dritte Reich“ anbrach, war es mit der progressiven Sexualwissenschaft in Deutschland vorbei. Die Schüler des schwulen sozialdemokratischen jüdischen Sexualforschers Magnus Hirschfeld (1868–1935) fanden sich wie auch ihr Lehrmeister im Exil wieder. Verstreut über die ganze Welt, gelang es ihnen nicht, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Als der braune Terror 1945 endete, hatten sich die Diskursbedingungen völlig verändert. Es gab schlicht kein Zurück mehr ins Berlin der 1920er Jahre oder zum Institut für Sexualwissenschaft.
