A. Oskamp, Aktivist
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Dass A. Oskamp in Coimbra gewohnt haben soll, lässt an den Zeichner und Fotografen Antonio Santos denken, der in der Schweizer „Homophilenzeitschrift“ Der Kreis auch Coimbra als Wohnort angab. Santos war aber möglicherweise gar kein Portugiese. Bei seinem Namen handelte es sich vermutlich um ein Pseudonym, das er nur benutzte, wenn er für den Kreis arbeitete. Namentlich gezeichnete Werke Santos’ erschienen zwischen 1952 und 1963 in der Zeitschrift. Von Santos haben sich zudem vierzehn Originalzeichnungen, die auf der Rückseite mit Preisangaben versehen sind, im Schwulenarchiv Schweiz (Schweizerisches Sozialarchiv Zürich) erhalten.
Da „Rolf“ (bzw. Karl Meier, 1897–1974) bei der Auflösung des Kreis Ende 1967 den Statuten gemäß seine gesamte Korrespondenz verbrannt hat, finden sich im Schwulenarchiv Schweiz heute keine weiteren Dokumente mit einer näheren Anschrift oder ergänzenden Informationen zu Antonio Santos.
Weiterführende Literatur
[Anonym] (1955): Program of the Fourth International Congress for Sexual Equality, in: Periodical Newsletter. Nr. 7 (Oktober 1955), S. 3, online hier.
ICSE-Sekretariat (1954): Protokoll der Arbeitssitzung des I.C.S.E., (Internationales Komitee für Sexuelle Gleichberechtigung), den 23., 24. und 25. Okt. 1954 in Kopenhagen, S. 1-19, hier S. 1.
Jackson, Julian (2009): Living in Arcadia. Homosexuality, Politics, and Morality in France from the Liberation to AIDS. Chicago/London: University of Chicago Press, S. 269.
Wolfert, Raimund (2019): Antonio Santos, Coimbra. Fragen ohne Antworten – Zeugnis einer dunklen Zeit, auf: schwulengeschichte.ch.
