Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Max Neuhaus, Dr. phil., Musikschriftsteller

gest. 15.2.1935 (München)

Dr. Max Neuhaus wurde 1912 zum Obmann des WhK gewählt.

Zur Biografie

Die Lebensumstände Dr. Max Neuhaus’ sind weitgehend unbekannt. Belegt ist lediglich, dass er 1912 in Paris lebte. Offenbar handelte es sich bei ihm um jenen Musikschriftsteller und -kritiker, der ab etwa 1912 Konzertbesprechungen und andere Texte in der Zeitschrift Signale für die musikalische Welt veröffentlichte. Er war zeitweise auch als Komponist und Librettist tätig.

1917 hieß es in Signale für die musikalische Welt, Max Neuhaus habe im britischen Kriegsgefangenenlager „Knockaloe, Camp II“ auf der Isle of Man ein Konzert mit Werken unter anderem von Mozart und Tschaikowsky dirigiert. Neuhaus sei bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges Korrespondent von Signale in London und noch davor in Deutschland „als junger, vielversprechender Dirigent bekannt“ gewesen. Jetzt sei er „der populärste Mann des Gefangenenlagers“ und werde „von allen verhätschelt“.

Ab etwa 1921 berichtete Max Neuhaus in Zeitschriften wie Signale für die musikalische Welt und Neue Zeitschrift für Musik über Musikfestspiele und Konzerte in München. Er starb am 15. Februar 1935 ebenfalls in München. Nicht gesichert ist, ob er mit jenem Max Neuhaus identisch war, der zusammen mit Annie Vigeveno (1899–1989) die Gedichtsammlung Der unsterbliche Freund (ursprünglich 1928) des indischen Theosophen Jiddu Krishnamurti (1895–1986) aus dem Englischen ins Deutsche übersetzte. Sie erschien 1929 bei Diederichs in Jena.

Weiterführende Literatur

Kleinere Mitteilungen von hier und dort, in: Signale für die musikalische Welt 1917, Nr. 3, S. 60-62

Todesfallmeldung, in: Signale für die musikalische Welt 1935, S. 348