Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Heribert Lienhardt

Bislang haben sich keine Angaben zur Identität und zum Lebensweg von „Heribert Lienhardt“ ermitteln lassen. Vermutlich handelte es sich bei dem Namen um ein Pseudonym. Aus einer Veröffentlichung „Lienhardts“ in Humanitas geht lediglich hervor, dass der Autor in Kontakt mit dem Hamburger „Arbeitskreis für Demokratische Rechtsreform“ stand. Auch über diesen Arbeitskreis liegen heute so gut wie keine Angaben vor. Anfang Oktober 1952 machte er eine Eingabe zur Aufhebung des § 175 StGB an das Bundesjustizministerium in Bonn. Sie mündete jedoch in kein konkretes Gesetzesvorhaben. In Hamburger Adressbüchern von Anfang der 1950er Jahre lässt sich der Name „Heribert Lienhardt“ nicht nachweisen.

Veröffentlichungen

Lienhardt, Heribert (1954): Rechtsgleichheit und Gleichberechtigung des Mannes im Strafrecht (Ein aktuelles Problem), in: Humanitas (Jg. 2), Nr. 1 (Januar), S. 13-14.

Lienhardt, Heribert (1954): Verführung und Jugendschutz. Zur kriminalpolitischen Kritik des Strafrechts, in: Humanitas 1954 (Jg. 2), Nr. 2 (Februar), S. 35-40. [Mit einer redaktionellen Berichtigung in: Humanitas (Jg. 2), Nr. 3 (März), S. 102.]

Lienhardt, Heribert (1954): Ein Wort zur Amnestiefrage, in: Humanitas (Jg. 2), Nr. 6 (Juni), S. 206.

Weiterführende Literatur

Schäfer, Christian (2006): „Widernatürliche Unzucht“ (§§ 175, 175a, 175b, 182 a.F. StGB). Reformdiskussion und Gesetzgebung seit 1945 (Juristische Zeitgeschichte, Abt. 3, Bd. 26). Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag, S. 82.