Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Arthur Kronfeld, Dr. med. et phil., Psychiater

geb. 9.1.1886 (Berlin) gest. 16.10.1941 (Moskau, Russland)
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Arthur Kronfeld 1919 im Institut für Sexualwissenschaft (c) Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

Dr. Arthur Kronfeld wurde 1922 als Mitglied in das Obmännerkollegium des WhK gewählt.

Zur Biographie

Arthur Kronfeld war Psychiater und Psychotherapeut. Er war bereits – gemeinsam mit “Kurt Hiller”: 1908 mit Hirschfeld und dem WhK in Kontakt gekommen. 1919 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Instituts für Sexualwissenschaft; 1926 eröffnete er eine eigene Praxis in Berlin und habilitierte sich 1927 bei Karl Bonhoeffer für Psychiatrie und Nervenheilkunde.
1935 emigrierte er in die Schweiz, erhielt jedoch kein Asyl, so dass er ab 1926 eine Forschungsprofessur am Gannuschkin-Institut in Moskau annahm. Als die deutschen Truppen 1941 vor Moskau standen, nahmen sich Arthur Kronfeld und seine Frau Lydia geb. Quien das Leben.

Andreas Seeck: Arthur Kronfeld; in: Personenlexikon der Sexualforschung, S. 397-402 mit zahlreichen Nachweisen

Ausführliche Biografie von Ingo-Wolf Kittel

Themenheft Luzifer-Amor 60 “Arthur Kronfeld (1886-1941): Psychiater, Sexualwissenschaftler, Psychotherapeut und Kritiker der Psychoanalyse”