Achim Anders, Schriftsteller, Journalist
Zur Biografie
Hinter dem Pseudonym „Achim Anders“ verbarg sich der Schriftsteller und Journalist Max Rudolf („Rolf“) Hartmann. Über seinen Lebensweg haben sich bislang nur wenige Angaben ermitteln lassen. Hartmann wuchs als Sohn eines Schlossers in Dresden-Löbtau auf und debütierte offenbar 1926 mit einer Sammlung von Gedichten unter dem Titel „Gesänge der Liebe“ [nicht nachgewiesen].
Bis Anfang der 1950er Jahre schrieb „Achim Anders“ mehrere Schauspiele, und 1955 veröffentlichte er auch einen Beitrag in der Zeitung Der Morgen, hier allerdings unter seinem Klarnamen. In Humanitas publizierte er drei biografische Essays, in denen er sich jedoch nicht mit Fragen der sexuellen oder geschlechtlichen Identität auseinandersetzte, sondern sich aus Anlass von „runden“ Geburts- und Todestagen den Schriftstellern Joseph Roth, Carl von Ossietzky und Romain Rolland widmete.
Max Rudolf Hartmann starb am 17. Juli 1971 in Berlin-Charlottenburg.
Veröffentlichungen
Anders, Achim (1954): Der rastlose Wanderer. Zum 60. Geburtstag von Joseph Roth (†), in: Humanitas (Jg. 2), Nr. 9 (September), S. 272-273.
Anders, Achim (1954): Plädoyer für die Menschenrechte. Zum 65. Geburtstag von Carl von Ossietzky, in: Humanitas (Jg. 2), Nr. 10 (Oktober), S. 299-302.
Anders, Achim (1954): Anwalt der Völkerliebe. Zum 10. Todestag von Romain Rolland, in: Humanitas (Jg. 2), Nr. 12 (Dezember), S. 357-358.
Hartmann, Rolf (1955): Der Kamp um soziale Gerechtigkeit. Zum 55. Geburtstag von Julius Hay, in: Der Morgen vom 5.5.1955 [laut Börsenblatt des deutschen Buchhandels 1955 (Jg. 122), Nr. 20, S. 368].
