Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Stolperstein Johannes Kreiselmaier

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Der Arzt Johannes (Hans) Kreiselmaier (1892–1944) war zwischen 1924 und 1926 Mitarbeiter am Institut für Sexualwissenschaft.

Der Stolperstein, der an ihn erinnert, wurde 2008 vor dem Haus Goethestraße 3 in Berlin-Schlachtensee verlegt. Die Praxis, die Kreiselmaier ab 1938 unter dieser Anschrift führte, stellte er nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unter anderem für illegale Besprechungen der Widerstandsgruppe um Franz Jacob (1906–1944) und Anton Saefkow (1903–1944) zur Verfügung. Johannes Kreiselmaier wurde im Sommer 1944 verhaftet und nach einem kurzen Prozess vor dem Volksgerichtshof am 27. November 1944 in Brandenburg hingerichtet.

Zur Biografie

Dr. med. Johannes Kreiselmaier (18. Februar 1892 in Oberndorf/Pfalz – 27. November 1944 hingerichtet in Brandenburg-Görden) arbeitete zunächst als Landarzt in Thüringen. Anschließend war er zwischen 1924 und 1926 als Gynäkologe Mitarbeiter am Institut für Sexualwissenschaft, bevor er erneut eine Landarztpraxis in Lehnin übernahm. 1938 ließ er sich in Berlin-Zehlendorf nieder. Während des Zweiten Weltkriegs unterstützte er die Widerstandsgruppe um Franz Jacob und Anton Saefkow.

Zum Freundeskreis von Johannes Kreiselmaier noch aus seiner Münchener Studienzeit gehörten unter anderem Heinrich Dehmel (1891–1932) und Else Lasker-Schüler, die beide auch mit Magnus Hirschfeld befreundet waren.

„Weg mit Hitler – Schluss mit dem Krieg!"

Berlin – 7. bis 28. Mai 2015, montags-freitags 10.00 - 18.00 Uhr

Zu den Widerstandskämpfern, die in dieser Ausstellung geehrt werden, gehört auch Dr. Johannes (Hans) Kreiselmaier, der zwischen 1924 und 1926 als Gynäkologe im Institut für Sexualwissenschaft arbeitete. Er wurde 1944 in Brandenburg-Görden hingerichtet.

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