Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Geschichte und Selbstverständnis

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Gründungsversammlung der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft 1982. v.l.n.r. Willy Burkandt, Ralf Dose, Manfred Baumgardt, Dr. Hans-Günter Klein, Manfred Herzer

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft wurde 1982 von Mitgliedern der Schwulen- und Lesbenbewegung in Westberlin gegründet, als klar wurde, dass bei den geplanten Veranstaltungen zum 50. Jahrestag der Machtübergabe an die Faschisten eine Opfergruppe weiterhin vergessen werden würde: die homosexuellen Männer und Frauen. Die Suche nach einem Anlass des Gedenkens führte uns auf die Zerstörung des Instituts für Sexualwissenschaft von Dr. Magnus Hirschfeld am 6. Mai 1933.

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft widmet ihre Arbeit der Erforschung der Geschichte des Instituts für Sexualwissenschaft, der Geschichte der Sexualwissenschaft und der Sexualreformbewegung allgemein, sowie der Forderung nach der Etablierung von Geschlechter- und Sexualforschung an einer Berliner Universität. Für diese Arbeiten unterhält der Verein seit 1992 die Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft.

Im Zentrum der politischen Arbeit stand lange die Regelung der Entschädigungsforderung durch die Einrichtung einer Magnus-Hirschfeld-Stiftung zur Erinnerung und Pflege des kulturellen Erbes von Lesben und Schwulen. Hierzu hatte sich die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zu einem Aktionsbündnis mit lesbisch-schwulen Archiven und Forschungsgruppen zusammengeschlossen. Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld wurde am 27.10.2011 errichtet.

Über die bisherige Arbeit der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft informieren die Tätigkeitsberichte.