Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Marita Keilson-Lauritz liest aus dem Tagebuch von Hans Keilson

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Hans Keilson 2005 im Antiquariat Brandel in Friedrichshagen (Foto: Ralf Dose)

Der Arzt und Schriftsteller Hans Keilson musste Deutschland 1936 verlassen und überlebte den Krieg in Holland, mit gefälschtem Pass und teilweise im Versteck. In seinem Tagebuch schildert er die Erfahrung des Untertauchens und berichtet von der beängstigenden Entfremdung gegenüber Frau und Kind, einer heimlichen Liebe, von Gedichten und Lektüre, der Angst vor der Zukunft und der täglichen Bedrohung. Hans Keilsons ›Tagebuch 1944‹ ist ein persönliches Dokument ersten Ranges, aber auch ein außergewöhnliches historisches Zeugnis darüber, mit welcher Macht und Konsequenz das Klima von Verfolgung und Willkür auch die intimsten Bereiche der Existenz durchdringt.

Marita Keilson-Lauritz liest aus dem von ihr herausgegebenen Tagebuch 1944 ihres verstorbenen Mannes Hans Keilson.
Moderation: Peter Hedenström

Literatur

  • Hans Keilson: Tagebuch 1944. Und 46 Sonette. Aus dem Nachlass herausgegeben und kommentiert von Marita Keilson-Lauritz. Mit einem Nachwort von Heinrich Detering
    Frankfurt am Main: S. Fischer 2014